Ein Imageproblem bei den Schiris?

Sparta gegen SC Garbsen - gerechtes 1:1 am Silbersee

Spätestens nach der Begegnung Spartas gegen den SC Garbsen, bei der zwei im Tabellenmittelfeld etablierte Teams aufeinandertrafen, dürfte sich dem objektiven Betrachter eine Frage stellen: Hat Sparta ein Imageproblem bei den angesetzten Schiedsrichtern? Mit Andrews Asare (Rot) sowie Mannschafts-Kapitän Dennis Schweer (Gelb-Rot) mussten erneut zwei Akteure wegen fragwürdiger Entscheidungen das Feld vorzeitig verlassen. Ging dem Platzverweis von Asare (83. Minute) gar ein brutales Foul seines Gegenspielers an ihm voraus, das eine emotionale Diskussion der beiden zur Folge hatte, musste Schweer den Dialog mit dem Unparteiischen in seiner Funktion als Spielführer in der vierten Minute der Nachspielzeit (!!) mit der Ampelkarte bezahlen. Nicht nur im Team, sondern auch im Umfeld sorgen diese Ereignisse zunehmend für Frust und Unmut, da die seit Jahresbeginn völlig umgekrempelte Elf dem Anschein nach noch immer an den Sünden der Vergangenheit gemessen wird. Die teilweise weit unter die Gürtellinie gehenden Kommentare der Kontrahenten sorgen dabei für zusätzlichen Missklang.
Weiterhin viel Bewegung ist in Spartas Kader zu verzeichnen. Nach dem Abgang Torhüter Lissners und dem verletzungsbedingten Ausfall seines Vertreters Addico stand Rückkehrer Christoph Sommer erstmals wieder als Nummer 1 in Spartas Tor und führte sich mit einer Glanzparade in der fünften Minute sogleich gut ein. Serkan Aslantuerk, inzwischen 39 Jahre alt und mit bewegter Fußball-Vergangenheit, agierte erstmals als Dirigent in der Viererkette. Rouven-Ken Hartmann (vorher SC Garbsen) im Mittelfeld sowie Michael Toboll (Stern Misburg) als Angreifer waren ebenfalls neu im Aufgebot. Die Gäste aus Garbsen nutzten die nicht unerwarteten Abstimmungsprobleme der Schwarz-Gelben und kamen bereits in der neunten Minute durch Dennis Laszus zum Führungstreffer. Der gleiche Spieler scheiterte kurz darauf am erneut hervorragend reagierenden Sommer, der allerdings wenig später bei Bastian Schreibers Schuss an den Innenpfosten auch das Glück des Tüchtigen hatte. Mitte der ersten Halbzeit bekamen die Aktionen der Silbersee-Elf mehr Kontur und nacheinander verpassten Rene Salato, Björn Krüger und Toboll den durchaus möglichen Ausgleich. Der Lohn für die zumindest kämpferisch ansprechende Leistung war „Bille“ Krügers sehenswertes Tor auf Vorarbeit Tobolls in der 41. Minute.
Die nicht mit Höhepunkten gespickte zweite Spielhälfte sah die Spartaner zwar leicht feldüberlegen, jedoch ohne das erforderliche Durchsetzungsvermögen vor dem SC-Gehäuse.
Frederick Krells Kopfball strich in der 75. Minute nur knapp am Ziel vorbei und das Remis geriet vier Minuten später bei der Riesenchance von Laszus sogar nochmals ernsthaft in Gefahr.
Am kommenden Sonntag steht um 15 Uhr auf dem Sportplatz am Silbersee das Derby gegen den zuletzt stark aufspielenden MTV Engelbostel/Sch. auf dem Programm. Für beide Teams geht es darum, den Anschluss an das Mittelfeld zu wahren. Für die Spartaner zugleich die Chance, Revanche für die Schlappe im Kreispokal-Spiel zu nehmen.

Aufstellung: Christoph Sommer; Sven Hoffmann, Serkan Aslantuerk (72. Minute Marcel Damerius), Frederick Krell, Andrews Asare, Alexander Brandt, Ken-Rouven Hartmann (60. Minute André Meyer), Rene Salato, Dennis Schweer, Michael Toboll (81. Minute Arda Evrem), Björn Krüger.