Eine wahre Hitzeschlacht

Ein erfolgreiches Trio (von links): Birgit Komoll, Yoshiko Teufert-Shibata und Anneke Heuer.

Drei Bronzemedaillen beim Straßengehen in Naumburg

Kürzlich fanden in der Domstadt Naumburg an der Saale (Sachsen-Anhalt) die Deutschen Meisterschaften im Straßengehen statt. Drei Langenhagenerinnen machten sich daher auf den Weg an die Saale, wo sie sich um die begehrten Titel in ihren Altersklassen bemühten. Im Gegensatz zum 50-Kilometer- und 30-Kilometer-Gehen der Männer hatten es die Frauenklassen aber nur mit einer Streckenlänge von zehn Kilometer zu tun. Aber der Start um die Mittagszeit und die damit verbundenen, während eines strahlenden Altweibersommertages angestiegenen höheren Temperaturen machten den Wettbewerb zu einer ausgesprochenen Hitzeschlacht. In der Altersklasse der 40-Jährigen belegte Anneke Heuer von Sparta Langenhagen in 1:02,58 Stunden einen beachtlichen dritten Platz und landete daher auf dem Bronzerang. Anneke war unter den teilnehmenden Langenhagenerinnen nicht nur die jüngste Geherin, sondern auch die Sportlerin mit der kürzesten Wettkampferfahrung. Dennoch einen dritten Platz zu belegen, dies ist sicherlich ein schöner Erfolg. Die zweite Spartanerin Birgit Komoll (W50) kam in 1:06,27 Stunden gleichfalls auf einen Bronzeplatz, jedenfalls vorläufig, da die überaus schnelle Siegerin Ilona Kirchesch von der LG Rhein-Wied gleich nach dem Rennen zur Dopingprobe zitiert wurde, deren Ergebnis aber noch aussteht. Die Erfahrenste unter den drei Geherinnen, Yoshiko Teufert-Shibata (W60) vom SC Langenhagen, die wiederum zehn Jahre älter ist, machte es den beiden Jüngeren genau nach und belegte unter sechs gleichaltrigen Starterinnen in einer Zeit von  1:10,25 Stunden ebenfalls einen dritten Platz. In diesem Rennen wurde eine ihrer Altersgenossinnen wegen schlechten Gehstils disqualifiziert, aber auch Yoshiko bekam diesmal einmal eine Verwarnung von der strengen Gehrichterin. Ein Grund mehr für den international bekannten Lauf- und Gehtrainer Marian Bigocki, sich wieder einmal um ihren Gehstil zu kümmern. Aber immerhin war Yoshikos Zeit diesmal sogar um über eine halbe Minute besser als die, die sie bei den Europameisterschaften in Frankreich im Mai dieses Jahres erreicht hatte.
   Bei den Männern war, was die Beteiligung an diesem Wettbewerb betrifft, ganz allgemein Fehlanzeige. Die Geher von Sparta sind vom Verletzungspech verfolgt und Altsenior Karlheinz Teufert (SCL – M 80) hatte es vorgezogen, drei Tage vorher beim Abendbahnsportfest in Barsinghausen-Kirchdorf die 800 Meter zu laufen, was ihm mit einer Zeit von 4:01,5 Minuten neben einem spürbaren Muskelkater immerhin die erstrebte Erstplatzierung in der diesjährigen Niedersächsischen Bestenliste einbrachte.