Einen Top-Gegner vor der Brust

TSV KK kassiert dritte Niederlage in Folge

Für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ist die Luft im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga am letzten Wochenende um ein ganzes Stück dünner geworden. Das wichtige Spiel beim OSV Hannover ging mit 1:4 verloren. Der rettende zwölfte Rang liegt vier Punkte entfernt – und nun geht es gegen den Tabellenzweiten.
Dabei hatten sich die Krähen für das wichtige Spiel im OSV-Stadion so viel  vorgenommen. Begleitet von einer großen Anhängerschaft, die den kurzen  Weg nach Bothfeld auf sich genommen hatte, sollte im Duell gegen einen  direkten Konkurrenten verloren gegangener Boden gutgemacht werden. Doch dann gab es ein weiteres Mal in diesem Jahr schnelle Ernüchterung in  Form eines frühen Gegentores. Schon in der fünften Minuten nutze Hannovers Tugrancan Singin eine Verunsicherung in Krähenwinkels Defensive aus und traf zum 1:0. Dass die Gastgeber im Vorfeld dieses Angriffs nicht ins Seitenaus spielten, obwohl René Legien verletzt am Boden lag, mag jeder für sich selbst beurteilen. Die Partie hätte vielleicht einen anderen Verlauf genommen, wenn den Krähen
kurz darauf der Ausgleich gelungen wäre. Marcel Kunstmann leistete die Vorarbeit zu einer guten Möglichkeit für Felipe-Marcel Böttcher, der den Ball allerdings über das Tor schoss. Dagegen schlug es kurz darauf abermals auf der anderen Seite ein. Erneut war Tugrancan Singin der Torschütze. Eine Linksflanke brachte der Stürmer mit seinem 18. Saisontor zum 2:0 im Kasten unter. Zu diesem Zeitpunkt war gerade eine Viertelstunde vergangen, und es herrschte eine erste Ernüchterung im rot-blauen Lager. Der frühe Rückstand schien die Krähen eher zu hemmen, als sie zu einer Jetzt-erst-recht-Reaktion zu animieren. Das Selbstvertrauen wirkte reichlich angeknackst. In vielen Situationen standen die KK-Spieler weit von ihren Gegenspielern entfernt. Spielerische Mängel, schwache Standards und fehlende Durchschlagskraft waren unübersehbar. Hinzu kam, dass der OSV in der Defensive sehr aufmerksam war. Besonders Alexander Lackmann und Sydney Bazonzila bereiteten den Krähen große Probleme. Und dann kam es noch schlimmer. Vor der Pause erhöhten die Gastgeber auf 3:0. Michel Rodriguez spielte den Ball von der linken Seite zum am zweiten Pfosten freistehenden Armend Musa, der aus kurzer Distanz zum auch in der Höhe verdienten Halbzeitstand einschoss. In Hälfte zwei wurde es aus Sicht des TSVKK um einiges besser. Die Hannoveraner hatten ihren Aktionsradius ob der deutlichen Führung zurückgefahren, und so kamen die Krähen zu den bis dahin lange vermissten Torchancen. Nach einem Freistoß von  der linken Seite von Felipe-Marcel Böttcher verfehlte Marcel Kunstmann das Ziel  knapp. Und einen Schuss des eingewechselten Felix Stahlhut konnte OSV-Keeper Eren Tastan zur Ecke klären. Allerdings sollte dies für lange Zeit Tastans einziger ernsthafter Arbeitsnachweis bleiben, denn die folgenden Krähenwinkeler Abschlüsse waren sehr unpräzise. Erst zehn Minuten vor dem Schusspfiff trafen die Krähen ins  Tor. Ein abgefälschter Schuss von Böttcher landete im Netz. Doch eine große Aufholjagd konnte das Waldsee-Team nicht mehr starten. Finn-Louis Kiszka traf in der 86. Minute zum Endstand von 4:1 für den OSV Hannover, während es auf KK-Seite zu allem  Überfluss noch eine gelb-rote Karte gegen Oliver Pfeuffer gab, was eine harte Entscheidung darstellte. Das Trainerteam um Bernd Krajewski hat nun eine anspruchsvolle Woche vor sich. Der TSV KK muss zum einen die enttäuschende Niederlage beim OSV verarbeiten und sich zum anderen auf das nächste Spiel vorbereiten. Am nächsten Sonntag, 14. April spielt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide um 15 Uhr zu Hause gegen den HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern. Der Gegner reist als Meisterschaftsambitionen hegender Tabellenzweiter an den Waldsee und stellt mit Robin Tegtmeyer, der in 23 Spielen schon 20 al l traf, den besten Torschützen der Landesliga.
Den Rot-Blauen steht eine Mammutaufgabe bevor – umso mehr hoffen sie auf große
Unterstützung ihres Publikums.

Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Pfeuffer, Bart (ab 46.Müller), Marre, Mücke,
Heineking (ab 56.Groth), Trollmann (ab 46.Stahlhut), Legien, Böttcher, Kunstmann
Trainer: Krajewski
Tore: 5.1:0 Tugrancan Singin, 15.2:0 Tugrancan Singin, 37.3:0 Armend Musa,
81.3:1 Felipe-Marcel Böttcher, 86.4:1 Finn-Louis Kiszka
Gelb-Rot: 85.Oliver Pfeuffer (KK)