Er wird langsam zum Bahnspezialist

Das Bahnrennen hinter Kleinmotorrädern stellte für Hendrik Eggers eine Supererfahrung dar.

Hendrik Eggers bei Europameisterschaft der Dernys

Das letzte Rennen in dieser Saison war für den Langenhagener Radrennfahrer Hendrik Eggers eine Supererfahrung: Europameisterschaft der Dernys. An diesem Bahnrennen in Norditalien hinter Kleinmotorrädern - im Gegensatz zu Steherrennen hinter schweren Maschinen - nahmen Fahrer aus Holland, Dänemark, Belgien, Italien, Österreich und Deutschland teil. Die Rennen mit mehreren Vorläufen gingen über jeweils 30 Kilometer, wobei ein Tempo von mehr als 60 Stundenkilometer gefahren wurde. Leider hatte das Derny hinter dem Eggers fuhr, technische Probleme, was ihn viel Kraft kostete, sodass er trotz guter Platzierung im Vorlauf ausscheiden musste.
Der Hauptlauf war extrem spannend. Bis zur letzen Runde wechselten die Führungen ständig, bis sich wenige Meter vor dem Ziel ein als Favorit geltende Italiener, Profi des Lampre-Teams, knapp gegen die Sechs-Tage-Fahrer Morkov aus Dänemark und Schep aus den Niederlanden durchsetzte.
Insgesamt, so Eggers, sei die Meisterschaft eine Riesenerfahrung gewesen, die trotz extremer An- und Abreise mit Auto und Anhänger, unterstützt durch Jürgen Apel von der hannoverschen Radrennbahn, auch viel Spaß gebracht habe. Eggers qualifizierte sich durch den Sieg im „Derny-Deutschland-Cup“ für diese Europameisterschaften, gilt also als Bahnspezialist und beabsichtigt, sich künftig weiter in dieser Radsportsparte zu spezialisieren.
Erwähnenswert: Mit großer Unterstützung von Trainer Gernot Backhaus bereitete sich Eggers intensiv auf diese Meisterschaft vor. Trotzdem musste er sich in der Woche vor dem Rennen der Prüfung zum mündlichen Staatsexamen unterziehen, die er mit Bestnote bestand, sodass er 2013 als Arzt berufstätig wird.