Es ging um die Bronzemedaille

Birgit Komoll ist jetzt Vizemeisterin.

Spartas Geherin Birgit Komoll wird Deutsche Vizemeisterin

Die beiden Spartaner bei der Deutschen Meisterschaft im 3.000-Meter-Hallengehen in Dortmund überraschten mit gutem Abschneiden. Birgit Komoll (Altersklasse W 50) folgte lange Zeit Brigitte Patrzalek (TV Groß-Gerau) wie ein Schatten. Es ging für beide um die Bronzemedaille. An der Spitze wurde Marion Fuchs von der Alemannia aus Aachen ihrer Favoritenstellung gerecht und siegte unangefochten in 17:20,19 Minuten. Ihr folgte zunächst Ilona Kirchesch von der LG Rhein-Wied. Sie hatte im vergangenen Jahr ihren zweiten Platz unglücklich auf Grund der verspäteten Abgabe der Stellplatzkarte verloren. Und auch in diesem Jahr war sie vom Pech verfolgt. Die Gehrichter nahmen Ilona Kirchesch wegen Gehfehlern aus dem Wettbewerb. Dadurch ging es für die Spartanerin jetzt sogar um Silber. Sie entschied sich, erst ausgangs der Zielkurve die Entscheidung durch einen Schlussspurt zu suchen. Die Taktik schien aufzugehen. Aber dann wurde es durch den Konter der Hessin richtig laut in der Halle. Auf dem Zielstrich hatte aber Birgit Komoll mit 0,31 Sekunden die Nase ganz knapp vorn (19:24,02 zu 19:24,33 Minuten). Der Deutsche Vizemeistertitel war ihr Lohn.
Im nächsten Rennen musste Vereinskollege Hans-Peter Damitz in der Altersklasse M 65 an den Start. Die anderen Wettbewerbe hatten gezeigt, dass die Gehrichter ihre Aufgabe sehr ernst nahmen und bereits eine Reihe von Teilnehmern vorzeitig zum Duschen geschickt hatten. Und auch jetzt setzten sie ihre strenge Regelauslegung konsequent fort. Schon bald sah sich auch der Spartaner, an sechster Stelle liegend, mit diesem Problem konfrontiert. Als Erstes erwischte es den vor ihm gehenden Wolf-Dieter Giese vom PSV Berlin. Damitz war gewarnt und nahm sein Tempo zurück. Das sah der hinter ihm platzierte Richard Maichin (Alemannia Aachen) als Aufforderung zur Tempoverschärfung an. Die Quittung in Form einer Disqualifikation ließ nicht lange auf sich warten. Nun wagte niemand mehr weitere Vorstöße. So gab es für Hans-Peter Damitz bei dieser Deutschen Meisterschaft einen unerwartet guten fünften Platz. Die Zeit hatte in diesem von der Taktik bestimmten Rennen mit 21:30,05 Minuten nur statistischen Wert. Der DM-Titel ging in sehr starken 16:28,17 Minuten an den Neuling in dieser Altersklasse, Dr. Rainer Lorscheider (TV Ludweiler). Da konnte selbst Karl Degener nicht mithalten. Er war bis zum vergangenen Jahr für DJK Sparta Langenhagen gestartet, hatte in seiner jeweiligen Altersklasse viele Jahre dominiert und startet jetzt für den PSV Berlin.