„Es ist nicht typisch, Baseball zu spielen“

Im Baseballcamp trainierten die Jugendlichen unter anderem das richtige Schlagen des Balles.
 
An verschiedenen Stationen trainierten die Jugendlichen die unterschiedlichen Fähigkeiten des Baseballs.

FeG Kaltenweide veranstaltete sechstägiges English-Baseball-Camp für Kinder- und Jugendliche

Kaltenweide (lo). Eigentlich wird auf dem Sportplatz des TSV Krähenwinkel-Kaltenweide Fußball gespielt. Doch nicht so in der letzten Woche der diesjährigen Sommerferien. Denn in dieser Zeit verwandelt sich der Fußballplatz in ein Baseballfeld. Der Grund: Die Freie evangelische Gemeinde Kaltenweide (FeG) hat in diesem Jahr für Kinder zwischen zehn und 15 Jahren erstmalig ein English-Baseball-Camp angeboten. „Baseball ist für alle neu, sodass alle auch bei null angefangen haben. Hier hatte keiner Vorkenntnisse wie zum Beispiel beim Fußball“, erläutert Organisatorin Sarah Fuchs einen Grund für das Baseballcamp.
Auf die Idee ist die FeG durch den Besuch der Amerikaner für das Englischcamp im letzten Jahr gekommen. „Einige von unseren Gästen gehören zum Synergy Sports Camps Network, welche die Koordination zwischen Deutschland und den USA für Baseballcamps übernehmen, und haben uns davon erzählt“, so Fuchs. Und so kamen Anfang August zwölf amerikanische Gäste von der Partnerkirche aus Phoenix, Arizona, um den Kindern und Jugendlichen zum einen Baseball beizubringen und zum anderen über Jesus zu erzählen.
Für die insgesamt 45 Kinder stand so eine spannende Ferienwoche mit viel Training auf dem Programm. An verschiedenen Stationen trainierten die Jugendlichen das Baseballspielen. Neben dem Werfen, dem Schlagen und dem Fangen gehört aber auch das Laufen dazu. „Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, wie sie sich richtig bewegen“, sagt Fuchs. Doch auch ein ganz wichtiger anderer Aspekt durfte nicht fehlen. „Die Kinder und Jugendlichen mussten aber auch die ganzen Regeln erlernen. Jeden Tag haben sie so etwas mehr gelernt“, erläutert die Organisatorin.
Um eine gutes Erlernen zu ermöglichen, waren die Teilnehmer in insgesamt sechs Teams mit sieben bis acht Kinder aufgeteilt. Dabei haben die Organisatoren da-rauf geachtet, dass die Teams möglichst gleich stark sind. „Keiner soll einen Nachteil haben“, betont Fuchs. Jedes Team hatte zudem einen amerikanischen Coach, einen Jugendlichen Co-Coach sowie einen Mitarbeiter der FeG an seiner Seite. Und auch ein Teamname durfte nicht fehlen. „Alle Teams haben authentische Baseballnamen von amerikanischen Vereinen aus der ersten Liga“, erläutert Fuchs. Und sie ergänzt: „Am Anfang haben auch alle ein Trikot und eine Cappy bekommen, welche sie am Ende des Camps auch behalten dürfen.“
Gut ausgestattet trainierten die Teilnehmer aber nicht nur täglich, sondern spielten auch schon Spiele gegeneinander. Darauf hat sich vor allem immer Yona gefreut. „Es ist nicht typisch, Baseball zu spielen. Es macht ziemlich viel Spaß und auf das Abschlussturnier habe ich mich am meisten gefreut“, sagt der 13-Jährige. Viel Freude hatte auch die elfjährige Kaylin. Ihr macht vor allem das Schlagen und Rennen am meisten Spaß. „Ich bin sehr glücklich, dass ich hier bin. Es ist richtig toll“, freut sich die Elfjährige. Aber Kaylin gefällt nicht nur das Spielen von Baseball, sondern auch die gemeinsame Teamzeit am Mittag. Denn um sich zu stärken und sich etwas auszuruhen gab es jeden Tag nach dem Mittagessen innerhalb der einzelnen Teams eine Andacht und im Anschluss gemeinsame Spiele.
„So konnten sich alle untereinander auch besser kennenlernen“, weiß Fuchs. Doch besonders gefreut hat sich Kaylin auf die amerikanischen Süßigkeiten. „Die schmecken total lecker und habe ich vorher noch nie gegessen“, erzählt sie.
Dass die Entscheidung für ein Baseballcamp die richtige war, hat sich aber schon sehr früh gezeigt. „Es wird sehr gut angenommen. Schon nach dem ersten Tag haben viele gefragt, ob wir im nächsten Jahr wieder ein Baseballcamp anbieten“, freut sich Fuchs. Und sie verrät schon jetzt, dass ein weiteres in Planung ist. Für Fuchs und die anderen Mitarbeiter des FeG ist allerdings nicht nur der sportliche Aspekt wichtig, sondern auch die verlässliche Ferienbetreuung. „Es ist eine gewinnbringende Situation für alle“, sagt die Organisatorin. Und dies war in diesem Jahr ein voller Erfolg.