Es lief wie am Schnürchen

Die Rennsportfreunde bekamen am Spätnachmittag eine Menge geboten.Foto: O. Krebs

Ein perfekter Renntag mit prächtiger Stimmung

Da das Wetter mitspielte und man von einem drohenden Gewitter bis auf leichtes Donnergrollen vor dem ersten Start verschont blieb, entpuppte sich der „School`s out & After Work – Renntag“ für den Hannoverschen Rennvereins nur drei Tage nach dem Hamburger Derbymeeting als äußerst erfolgreich. 4.100 Zuschauer sorgten für guten Besuch sowie prächtige Stimmung. Und da auch die Wettkassen an diesem Spätnachmittag kräftig klingelten, wurde am Ende ein Gesamtumsatz von 111.316,50 Euro verbucht. Der Veranstalter hatte sich für diesen Renntag allerdings auch mächtig ins Zeug gelegt. Denn neben neun Galopp-, einem Hürden- und einem zusätzlichen Haflinger-Rennen gab es eine Verlosungsaktion sowie ein großes Kinderprogramm, mit der Tombola der Aktion Sonnenstrahl (Wer gewinnt das Haflinger-Rennen?) als absolutem Höhepunkt.
Das sportliche Highlight war der mit 15.000 Euro dotierte und über 1.900 Meter führende Preis der Baden-Badener Auktionsgesellschaft und damit ein Handicap der Kategorie III., das zudem mit insgesamt elf Startern auch noch ein kopfstarkes Feld am Ablauf sah. Der Sieg ging an die vom Start weg führende und auch bis ins Ziel munter ihren Stiefel weiter galoppierende vierjährige Stute Madonna aus dem Warendorfer Quartier von Torsten Mundry. „Sie mag es einfach, frei zu galoppieren“ so der Kurzkommentar des erfolgreichen Trainers. Im Sattel saß Stefanie Hofer, die am Sonntag als zweite Frau überhaupt noch im Derby geritten hatte und für die es in dieser Saison somit weiterhin wie am Schnürchen läuft.
Auch im Rahmenprogramm hatte man an diesem Abend schon zwei Vollblüter bewundern können, die bei ihren Erfolgen mächtig Eindruck machten und von denen man im weiteren Saisonverlauf wohl noch einiges zu sehen bekommen dürfte. Dazu zählte der zweijährige Hengst Dabbitse, der beim ersten Lebensstart seinen fünf Gegnern keine Chance ließ. Mit diesem ungefährdeten Erfolg bescherte er seinem Betreuer Christian Zschache zumindest ein kleines Trostplaster für die deutliche und sicher schmerzhafte Niederlage seines Cracks Gereon am letzten Sonntag im Deutschen Derby. Vor einer guten Zukunft dürfte aber auch Oklahoma aus dem Gestüt Röttgen stehen, der in einer Prüfung für Dreijährige Start Ziel und ohne von seinem Reiter Andreas Suborics groß angefasst zu werden, ganz locker zum Zuge kam. „Er war lange für das Derby im Gespräch, verletzte sich aber leider vorher an der Startmaschine,“ so sein Betreuer Markus Klug, der in seinem Pferd einen “richtigen Steher mit großem Potential“ sieht. Der einzige Sieg aus der hannoverschen Trainingszentrale ging an Christian Sprengels Ever a Lady (Jadey Pietrasiewicz) im Preis des NP-Rendezvous.
Viel Stimmung gab es besonders unter den Kids natürlich beim Haflinger-Rennen, das der bereits 22 Jahre alte Jacky Boy für sich entschied. Dessen Reiterin war schon früh von einem Erfolg überzeugt, denn schon 200 Meter vor dem Ziel streckte sie ihre Hand siegessicher in den blauen Hannoveraner Himmel. Jubel gab es auch bei den jugendlichen Zuschauern, denn wer den Sieger richtig getippt hatte, der konnte sich über schöne Preise freuen. Auch die Aktion Sonnenstrahl gehörte zu den Siegern des Abends, denn der Präsidentin wurde ein Scheck über stattliche 6.000 Euro überreicht.