Ex-Spartaner ohne Mitleid

2:4: Zwei Tore von Dennis Schweer reichen nicht

Gewiss, die Erwartungen der Hausherren vor diesem Spiel gegen die TuS-Reserve waren nicht unbedingt euphorisch, aber zumindest einen Teilerfolg sollte es gegen den Tabellendreizehnten schon geben. Dass man am Ende erneut ohne Zählbares dastand, drückte natürlich auf die Stimmung bei den Schwarz-Gelben, denen nun angesichts der aktuellen Personalnot schwierige Wochen bevorstehen dürften. Im Prinzip zeigte auch diese Partie einmal mehr, dass es der Elf derzeit an mannschaftlicher Geschlossenheit und Homogenität fehlt. Dazu gesellen sich immer wieder individuelle Aussetzer, die allzu oft zu unnötigen Gegentreffern führen. Dabei starteten die Spartaner zunächst recht selbstbewusst und mit einigen gefährlichen Offensivaktionen. Bereits in der dritten Minute wurde Ömer Sitar an der Strafraumgrenze gefoult und musste kurz darauf mit einer schmerzhaften Knöchelverletzung ausgewechselt werden. Den fälligen Freistoß setzte René Salato etwas zu hoch an. Dennis Schweer, am Sonntag wieder auffälligster Akteur, hatte nach zwölf Minuten die Riesenchance frei vor dem Gästetor, aber auch sein Schuss strich knapp am Pfosten vorbei. Bei Garbsen, verstärkt mit einigen Kickern aus der ersten Mannschaft, deutete sich in Person von Ex-Spartaner Bertan Topuz jederzeit Gefahr für den von Christoph Sommer gehüteten Kasten an. Trotz einiger Wackler in Spartas Defensive blieb es beiderseits in der ersten halben Stunde torlos. Bis zur 34. Minute, als die Leihgabe aus der TuS-Bezirksliga-Elf, einen Abpraller zum 0:1 über die Linie drückte. Unmittelbar zuvor war ein Kopfball von Björn Krüger auf der Gegenseite gerade noch von der Torlinie gekratzt worden. Der knappe Rückstand zur Pause hielt zumindest die Hoffnung aufrecht, dieser Partie vielleicht doch noch eine Wende zum Guten zu geben. Einen scheinbaren Schritt in diese Richtung sollte die 57.Minute bringen, als Schweer mit einem spektakulären 28m-Freistoß Garbsens Keeper Marco Fauth überwand und den Ausgleich herstellte. Allzu leicht machten es die Schwarz-Gelben quasi im Gegenzug Daniel Thomaschewski, der nahezu ungehindert einen Sololauf mit dem Treffer zum 1:2 vollendete.
Irgendwie schien danach bei Sparta die Luft raus zu sein, denn den Gästen boten sich mehrfach weitere Einschussmöglichkeiten, während die eigenen Vorstöße ungenau und ohne die nötige Durchschlagskraft blieben. Der mäßige Spannungsfaktor über weite Strecken des Spiels erfuhr im Verlauf der letzten zehn Minuten nochmals eine Belebung, allerdings mit bitterem Ende für die Burgmüller-Truppe. Topuz stellte mit seinem zweiten Treffer (85. Minute) die Weichen für Garbsen auf Sieg. Zwar verkürzte Schweer mit einem an Arda Evrem verursachten Foulelfmeter noch zum 2:3 (85. Minute), aber erneut Topuz setzte nur eine Minute später den Schlussstrich.
Keinesfalls unterschätzen sollten die Spartaner die anstehende Aufgabe beim abgeschlagenen und bisher sieglosen Tabellenletzten SC Wedemark, der Gastgeber am Sonntag um 15 Uhr ist. Nach elf Gegentoren in den letzten beiden Spielen wäre eine Nullnummer für die Schwarz-Gelben bereits als Erfolg anzusehen.

Aufstellung Sparta: Christoph Sommer; Sven Hoffmann, Ömer Sitar (22. Minute Daniel Klassen), Frederick Krell, Alexander Brandt (69. Minute Serkan Aslantuerk), Marcel Damerius, René Salato, Dennis Schweer, Rouven-Ken Hartmann, Arda Evrem , Björn Krüger.