Finale nach mehr als zehn Jahren

Sieben Junioren der Bissendorfer Panther waren beim Länderpokal mit von der Partie.

Niedersachsen wird Zweiter bei U-19-Länderpokal

Sieben Junioren der Bissendorfer Panther vertraten gemeinsam mit sechs weiteren Juniorenspielern aus Lüneburg, Wilhelmshaven, Bergedorf und Holtenau das Land Niedersachsen beim Länderpokal im Inline-Skaterhockey der Altersklasse Junioren in Assenheim/Hessen. Insgesamt sieben Auswahlmannschaften aus Deutschland traten gegeneinander an, anfangs jeder gegen jeden, gefolgt von Platzierungsspielen. Obwohl nur zwei kurze Trainingseinheiten dem Turnier vorausgegangen waren, verschmolzen die Spieler um Trainer Mirco Uttke bereits im ersten Spiel zu einer homogenen Gemeinschaft. Leider war das Glück noch nicht auf der Seite der Niedersachsenauswahl. Zahlreiche Chancen gegen Berlin-Brandenburg scheiterten am ungewohnten Untergrund und am Berliner Goalie. Im Gegenzug musste man ein unglückliches Tor einstecken. Auch die Herausnahme der Torfrau in den letzten Minuten konnte nicht den verdienten Ausgleich bringen, sondern führte durch ein Emptynet-Tor zum 2:0-Endstand.
Im zweiten Spiel gegen Bayern konnten die Torchancen dann effizient genutzt werden. Die Niedersachsen gaben das Spiel nicht aus der Hand und gewannen verdient 7:1. Auch im dritten Spiel gegen Mecklenburg-Vorpommern ließen die Niedersachsen keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger aus der Partie herausgehen wird. Mit 3:0 fiel das Ergebnis angesichts der Chancen gering aus. Es galt aber auch Kräfte sparen, da noch zwei Top-Mannschaften als Gegner auf dem Spielplan standen. Als nächster Gegner wartete Baden-Württemberg, die bis dahin stark auftraten. Die Niedersachsen kamen aber immer besser mit dem Boden zurecht und gewannen auch dieses Spiel.
Als letztes Spiel des ersten Tages stand dann die Auswahl Nordrhein-Westfalens, einer der Top-Favoriten, auf dem Plan. In einem hochkarätigen Spiel gab es Chancen auf beiden Seiten, die die NRW-Auswahl als erstes für sich nutzen konnte und mit 1:0 in Führung ging. Die Niedersachsen blieben aber hartnäckig und wurden mit einem Ausgleichstreffer zum 1:1, dem Endstand, belohnt.
Mit Platz zwei wurde er erste Tag abgeschlossen.
Am zweiten Tag stand vor den Platzierungsspielen nur noch Gastgeber Hessen auf dem Programm. Es ging sehr körperbetont zur Sache, doch die Verteidigung stand gut und konnte alle Gegenangriffe abwehren, im Gegenzug gelang den Norddeutschen der umjubelte Führungs- und damit auch Siegtreffer. Damit verteidigten sie den zweiten Platz der Vorrunde. Im Halbfinale gegen Berlin/Brandenburg wollten die Niedersachsen dann eine Revanche für das Vorrundenspiel und gingen gleich zum Angriff über. Verdient gingen sie mit 1:0 in Führung. Schön herausgespielt von Kapitän Tobias Merten und seinem Assistenten Jean-Lennert Reckert. In Unterzahl konnten sie sogar durch einen Konter von Erik Schöler die Führung auf 2:0 ausbauen. Die Berliner kamen noch einmal auf 2:1 heran, die Niedersachsen hatten das Finale aber fest im Visier und legten noch einmal nach. Mit dem 3:1 war der Einzug ins Finale gesichert. Der dortige Gegner hieß, wie schon so oft, Nordrhein-Westfalen.
Bereits nach dem ersten Angriff könnten die Niedersachsen mit 1:0 in Führung gehen. Die Freude hielt aber nicht lange, Nordrhein-Westfalen konnten durch ein glückliches Tor ausgleichen. Der Kapitän konnte das Team im Alleingang wieder in Führung schießen. Kurz vor der Halbzeitpause kam dann noch der Ausgleich von Nordrhein-Westfalen. Nach der Pause nutzte Nordrhein-Westfalen einen unaufmerksamen Moment und ging in Führung. Die Niedersachsen kämpften, holten den Rückstand aber nicht auf. Letztlich blieb ein guter, schön erkämpfter zweiter Platz.
Mit Caroline Schmieta und Jean-Lennert Reckert wurden zudem zwei Niedersachsen, als bester Goalie und bester Feldspieler ins Allstar-Team gewählt.
Für Niedersachsen standen im Team:
Bissendorfer Panther: Caroline Schmieta, Maarten Riemer, Jean-Lennert Reckert, Erik Schöler, Lasse Michaelsen, Simon Dyck, Jan Stahlhut
Holtenau Huskies: Philipp Pagé
Jade Warriors: Malte und Marc Siebels
Bergedorf Lizards: Timo Rex
Lüneburg Salzstadtkailer: Fynn Gringel, Tobias Merten