Garbsen macht es Sparta leicht

5:2: kuriose Verletzung von Murat Temin

Nach den jüngsten turbulenten Ereignissen, die Spartas Vorstand zum Anlass nahm zwei Aktive der Kreisliga-Mannschaft vom weiteren Spielbetrieb auszuschließen, sollte sich die Bornträger-Elf nun wieder ganz auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren. Bereits in der Vorwoche wurde dieses Vorhaben mit einem 2:1-Auswärtserfolg in Poggenhagen erfolgreich gestartet und nun auch im Heimspiel gegen die Reserve TuS Garbsens fortgesetzt. Immerhin ein Team, das seit Jahren als Angstgegner der Platzherren gilt, allerdings in dieser Saison schwächelt und derzeit das Tabellenende ziert. So zu sagen einen Auftakt nach Maß erwischten die Schwarz-Gelben als Sükrü Temin in der fünften Minute einen Freistoß aus knapp 20 Metern elegant zum 1:0 in die Maschen setzte. Bereits der neunte Treffer des Schützen, der damit ein gutes Drittel des Sparta-Torkontos auf sich vereint. Garbsen zeigte sich fortan beeindruckt und konnte von Glück sagen, dass die Gastgeber einmal mehr zu verspielt agierten und dadurch so manch gute Chance ungenutzt verstreichen ließen. Issam Hjoula im Gehäuse der Silbersee-Elf blieb dagegen bis zur 25. Minute absolut beschäftigungslos, zeichnete sich dann allerdings mit einer tollen Parade bei dem Schuss von Kevin Krumrey aus, der kurz darauf nochmals am Aluminium scheiterte. Dieser Schreckschuss schien die Spartaner wachgerüttelt zu haben. Binnen zehn Minuten sorgten Tayfun Ciytak (29.)sowie Tayfun Samast (39. Minute) mit ihren Toren für ein beruhigendes Polster. Schmerzhaft endete die Freude über diese Erfolgserlebnisse für Murat Temin. Der gerade von einem Bänderriss genesene Mittelfeldspieler war beim Jubeln in einem von Maulwürfen aufgewühlten Gang hängen geblieben und zog sich erneut eine Knöchelverletzung zu. Dabei hatte Erich Dehnert – langjähriges Sparta-Mitglied und in seiner Freizeit Hobby-Greenkeeper – noch am Vormittag eifrig Hand angelegt um die Spielfläche auszubessern. Mit dem Pausenpfiff gelang Krumrey noch eine Resultatverkürzung. Der bis dahin nahezu beschäftigungslose Schiri aus Wennigsen wollte wohl in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel seine Präsenz etwas stärker hervorheben. Die fünf verteilten gelben Karten – davon zwei für Sparta – lösten jedenfalls allgemeine Verwunderung aus und passten
eigentlich nicht zu dieser von beiden Mannschaften jederzeit fair geführten Partie. Glücklicherweise ließ sich die Bornträger-Truppe nicht aus dem Konzept bringen und bestimmte weiterhin das Geschehen. Ali Gürek, mustergültig von Sükrü Temin bedient, sicherte seiner Elf mit dem 4:1 nach gut einer Stunde so etwas wie eine Vorentscheidung. Mannschaftskapitän Korkmaz Gürek, sonst für das Toreverhindern zuständig, durfte wenig später bei einem Foulelfmeter antreten, verfehlte allerdings das Ziel. Besser machte es dagegen Arda Evrem, der einen Alleingang von der Mittellinie erfolgreich vollendete (71. Minute). Nur noch Ergebniskosmetik bedeutete Kevin Thimms Treffer zum 5:2 in der 89. Minute.
In einem Mittelfeld-Duell trifft Sparta am Sonntag auf den gastgebenden SV Germania Helstorf, der als Tabellenfünfter nach gutem Start mit fünf Siegen zuletzt etwas aus der Spur geraten ist. Mit einer disziplinierten Einstellung ist man gewiss nicht chancenlos.

Aufstellung: Issam Hjoula, Korkmaz Gürek, Selami Karagülle, Frederik Krell, Marcel Damerius, Yilmaz Temin (30. Minute Tobias Sauermilch), Ali Gürek, Sükrü Temin, Tayfun Ciytak (46. Minute Arda Evrem), Ergün Gürek (75. Minute Patrick Menich), Tayfun Samast