Genau eine Sekunde schneller

Andreas Solter (rechts) schnellster Läufer des LAC, wie er in der Gruppe unterwegs ist bei der Niedersächsischen Meisterschaft im Halbmarathonlauf in Neuenkirchen.

LAC-Läufer und –Geher mit Erfolgen zum Saisonende

Kurz vor dem Ende der diesjährigen Freiluftsaison wurden die Läufer nach Neuenkirchen zur Landesmeisterschaft im Halbmarathonlauf gerufen. Dieser späte Termin bei Wind und kalten Temperaturen kam den Läufern ungelegen, trotzdem reiste auch der schnellste Leichtathlet des LAC Langenhagen zur Landesmeisterschaft, um sich noch einmal mit der Konkurrenz zu messen, bevor es in die Regenerationsphase geht. Andreas Solter hat die Deutsche Meisterschaft im Marathonlauf im nächsten Jahr fest im Blick, deshalb sollte in Neuenkirchen die halbe Distanz als Zwischenstation dienen. Der Plan eines jeden Läufers ist es, in einer Gruppe mitzulaufen und dabei ein wenig Kraft zu sparen, um dann gegen Ende des Laufs auszuloten, was noch geht oder läuft. Das konnte der Langenhagener auch wie gewünscht einrichten. Nach dem letzten Wendepunkt der Strecke kam dann allerdings noch einmal der Gegenwind und nun konnte er das Tempo der Gruppe nicht mehr ganz halten. Allein zu laufen im Gegenwind, das war natürlich hart. An eine persönliche Bestzeit war unter diesen äußeren Bedingungen nicht mehr zu denken. Trotzdem kam noch eine recht gute Zeit von 1:14:27 Stunden heraus. Der Lohn der Mühe war am Ende der Bronzeplatz in der Klasse M 35. Der Titel ging an Dominik Schrader vom Laufclub BlueLiner in 1:13:47. Andreas Solter fehlte also nicht viel zum Platz ganz oben auf dem Siegerpodest. Seine Clubkollegin Hannelore Lyda (W 60) war ebenfalls sehr erfolgreich. In ihrer Klasse siegte sie in 1:36:48 und wurde auch mit der Mannschaft in überlegener Manier Landesmeisterin. Sie startete jedoch bei dieser Meisterschaft nicht für Langenhagen, sondern für die SG Bredenbeck-Holtensen.
In die entgegengesetzte Richtung, nämlich nach Erfurt, zog es die Geher des LAC. Dort wurde traditionell die nationale Wintersaison mit einem Wettkampf über 3000 Meter eröffnet. Obwohl Birgit Komoll immer wieder Probleme mit der Umstellung auf die Halle im Herbst hat, ist sie in jedem Jahr in Erfurt wieder am Start. Ihre Anreise gestaltete sich schwierig. In Fulda bekam sie ihren Anschlusszug nicht. Sie schaffte es dann aber doch noch auf den letzten Drücker und mit einer gehörigen Portion Adrenalin im Blut. Der Lohn ihrer Bemühungen war Platz eins in der Klasse W 55 mit der Zeit von 20:23,20 Minuten. Trotz aller Schwierigkeiten scheint die Erfurter Halle der Langenhagenerin sehr zu liegen. Anfang dieses Jahres war sie in dieser Halle schon Deutsche Vizemeisterin geworden. Birgit Komolls Clubkollege Reinhard Krüger wollte ihre Zeit unterbieten und brachte dann das Kunststück fertig, in seinem Rennen genau eine Sekunde schneller zu sein. In seiner Klasse M 55 gab es dafür Platz zwei. Der Sieg ging an Ronald Papst aus Worbis, dessen Zeit betrug 18:10,10. In dieser Wettkampfklasse ist die Konkurrenz besonders groß, aber der Langenhagener arbeitet sich von Wettbewerb zu Wettbewerb zur Spitze vor. Jetzt werden auch die Geher in die Regenerationspause gehen, bevor es bereits Anfang des neuen Jahres wieder mit Meisterschaften losgeht.