Geschafft: TSV KK bleibt Landesligist

Krähen zwischen Nichtabstiegsparty und Pokalträumen

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat es geschafft. Die Mannschaft sicherte sich am vorletzten Spieltag den einen Punkt, der noch nötig war, um den  Verbleib in der Fußball-Landesliga zu sichern. Am letzten Spieltag könnte der SV Iraklis Hellas Hannover zwar noch nach Punkten mit den Krähen  gleichziehen. Angesichts eines um 19 Treffer besseren Torverhältnisses, das dem TSV KK zu eigen ist, steht einer weiteren Saison im Oberhaus des  Fußballbezirks kaum noch etwas im Wege. Es wird Krähenwinkels 24.Spielzeit in der Landesliga sein, zudem seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2015 die fünfte
Saison in Folge. Am Sonntag waren die Rot-Blauen beim VfL Bückeburg zu Gast. Die Schaumburger belegen den neunten Platz und sind damit hinter den Erwartungen geblieben.  Gerade im heimischen Jahnstadion fand der VfL häufig nicht zu seiner Leistung.  Gegen den TSV KK wollten die Grün-Weißen es nun besser machen. Die erste gute Torchance hatten jedoch die Krähen. Und diese konnte sich sehen lassen. Nach einem Einwurf von Tim Hübner leitete Tristan Schmidt den Ball in die Mitte weiter. Dort brachte Alexander Dosch den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend mit der Hacke auf den Kasten. Ein Treffer wäre ein heißer Anwärter auf das Tor  der Saison geworden. Doch Bückeburgs Torhüter Pascal Pöhler und der Pfosten  verhinderten dies. Es entwickelte sich fortan ein recht ausgeglichenes Spiel, in dem  die Bückeburger die besseren Tormöglichkeiten hatten. Der Effekt blieb bis  zur Halbzeitpause aus. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit lag ein VfL-Treffer mehrmals in der Luft. Die Krähen sahen sich in der Bredouille, als sie hinten nicht aufgepasst  hatten und mit Alexander Bremer und Marcel Buchholz gleich zwei Bückeburger sträflich frei im Strafraum aufgekreuzt waren. Die sich nun bietende Doppelchance blieb ungenutzt. Später rettete der starke Nils Tegtmeyer in höchster Not, als er eine Flanke rechtzeitig über das eigene Tor köpfte, ehe sie ein Gegenspieler hätte erreichen können. Auf der anderen Seite hatte der TSV KK an diesem Sonntagnachmittag nur wenige gute Torchancen. Diese waren meist jedoch äußerst sehenswert. Nach seinem Versuch mit  der Hacke in der ersten Halbzeit stand Mannschaftskapitän Alexander Dosch in der 72. Minute erneut im Blickpunkt. Mit einer starken Kombination durch Renè Legien  und Tim Hübner elegant eingeleitet, folgte eine Rechtsflanke von Marcel Kunstmann. Dosch nahm den Ball volley und drosch ihn mit einem strammen Schuss in Richtung Gehäuse. Pascal Pöhler war mit einem großartigen Reflex zur Stelle. Nach einem Kopfball von Helge Heider im Anschluss an einen Eckstoß auf der einen und einem Schuss von Alexander Bremer, der über das Tor flog auf der anderen Seite, steuerte die noch immer torlose Begegnung dem Ende entgegen. Inzwischen hatte es die Runde gemacht, dass der Konkurrent vom SV Iraklis Hellas mit 2:0 vorne liegt. Mehr denn je lautete für die Krähen die Devise: Nur nicht verlieren! Bloß kein Gegentor kassieren! Denn dann hätten die Rot-Blauen weiter zittern müssen. In der 89.Minute nahm Bückeburgs Trainer Torben Brand dann seinen Routinier Pascal Könemann vom Feld. Der Wechsel war sehr emotional. Könemann hatte 14 Jahre lang für den VfL gespielt. Er beendet seine Laufbahn und erhielt in seinem letzten Heimspiel großen Applaus des Publikums. Der Vorgang nahm einige Zeit in Anspruch, dennoch beendete Schiedsrichter  Björn Behrens kurz danach die Partie. Auf beiden Seiten herrschte Zufriedenheit. Der VfL hat seinem scheidenden Akteur einen gebührenden Abschied beschert, und der TSV KK atmete tief durch – der Klassenerhalt ist gesichert.
Jetzt träumt man am Waldsee davon, die Saison mit einem großen Titel zu krönen.
Die Krähen stehen im Final Four-Turnier um den Bezirkspokal, können zum zweiten
Mal nach 1991 die begehrte Trophäe an den Waldsee holen. Am 6. und 7.Juni wird
in Bavenstedt um den Pokal gespielt.
Vorher möchte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide sein letztes Punktspiel dieser
Saison genießen. Dort, wo mit 23 von 32 Punkten der Grundstein für den Klassenerhalt
gelegt wurde, im Waldseestadion, spielen die Krähen am Sonnabend, 1. Juni, um
16 Uhr gegen den Tabellenzweiten SC Hemmingen-Westerfeld. Krähenwinkel wird
somit auch im Zweikampf um die Meisterschaft zwischen Hemmingen und Schwalbe
Tündern im Blickpunkt stehen.
Mannschaft: Pigors, Tegtmeyer, Heineking, Bart, Pfeuffer (ab 55. Heider), Dosch,
Müller, Legien, Kunstmann, Hübner, T. Schmidt (ab 63. Schorler) Trainer: Krajewski
Tore: keine