Godshornerinnen in der Landesliga

Tolle Leistung mit kleinem Team des Judo-Clubs Godshorn.

Frauenteam des Judo-Clubs wusste zu überraschen

Mit vier Siegen startete das Frauenteam des Judo-Clubs Godshorn (JCG) in die Landesliga. Die Bedingungen waren allerdings alles andere als einfach. Das Team hat den kleinsten Kader der ganzen Liga, nur fünf Frauen stehen zur Verfügung. Das reicht gerade, um alle Gewichtsklassen zu besetzen, dabei müssen aber auch schon zwei Frauen in höheren Klassen antreten. Für den ersten Kampftag galt es dann auch noch den Ausfall von Bettina Scherrens, aus beruflichen Gründen, zu kompensieren. Schlechte Voraussetzungen für einen Heimkampftag, sollte man meinen. Trainer Wilfried Kolloch war allerdings von der Leistungsfähigkeit seiner vier Athletinnen überzeugt. „Beim Katz-und-Maus-Spiel kommt es darauf an, die Katze zu sein“ sagte er und bewies im Aufstellungspoker ein gutes Händchen. Im ersten Durchgang gegen BW Hollage konnte der JCG mit drei Siegen durch Natascha Jastrzemski, Celine Paulmann und Paula Sommer einen 3:2-Sieg erkämpfen und Selbstvertrauen gewinnen. Mit einer für Judo in Holle überraschend veränderten Aufstellung ging auch der zweite Mannschaftskampf mit 3:2 an das Godshorner Frauenteam. Hier siegten wieder Jastrzemski, Paulmann und Sommer, während Lisa Strietzel erneut nur sehr knapp verlor. „Jetzt kam es darauf an, dem MTV Elze, der parallel ebenfalls alle Begegnungen für sich entschied, nicht allzu viel von unseren Möglichkeiten zu zeigen,“ sagte Kolloch. Bevor es gegen Elze ging, hatte der Judo-Club noch den Kampf gegen HSV Stöckte zu bewältigen. Hier trat man wieder mit derselben Aufstellung wie im ersten Kampf an. Erneut stellten Sommer und Jastrzemski ihre Klasse unter Beweis, während Paulmann unterlag. Strietzel gewann jetzt hingegen ihren wichtigen Kampf und entschied mit dem dritten Sieg auch dieses spannende Duell zugunsten der Godshornerinnen. Die Stimmung in der heimischen Halle war indessen schon kaum zu überbieten. „Wir konnten nicht vorausahnen, wie Elze aufstellt, die haben fast 20 Kämpferinnen im Kader,“ sagte Kolloch. „Es kam also darauf an, unsere Stärken an unerwarteter Stelle zu platzieren und damit für Verwirrung zu sorgen.“ Der Plan ging auf und der JC Godshorn ging erneut durch tolle Siege von Paulmann, Jastrzemski und Sommer von der Matte. Strietzel hätte beinahe für einen vierten Sieg gesorgt, konnte aber einen knappen Rückstand nicht mehr aufholen. Im Ergebnis hat das Godshorner Frauenteam nun ungeschlagen die Tabellenführung übernommen, die sie auch gern nach der Rückrunde am 6. Juni noch halten möchte. Dem Ziel, einen Aufstieg in die Regionalliga zu generieren, ist man jedenfalls ein Stück näher gekommen. Die Rückrunde wird allerdings noch schwieriger, weil der Überraschungseffekt wohl kleiner ausfallen wird.