„Goldene Susi“ holt zweimal Edelmetall

Die beiden Spartanerinnen Roswitha Ebel (links) und Susanne Noltemeyer landeten ganz weit vorn.

Langenhagener bei der EM in der Lorraine erfolgsorientiert

Vor Kurzem fuhren 15 Spartaner und zwei Seniorenathleten des SC Langenhagen unter der Betreuung des Sparta-Lauftrainers Marian Bigocki in die französische Lorraine, einer Nachbarregion des Saarlandes, um dort am zwölften Championnat d´ Europe Vétérans in den Straßenwettbewerben teilzunehmen. Am Vormittag des ersten Tages stand in Yutz der Zehn-Kilometer-Straßenlauf auf dem Programm. In der Klasse W35 kam Susanne Noltemeyer (Sparta) in der Zeit von 46:24 Minuten auf einen sechsten Platz. Diese Leistung reichte ihr jedoch, um in die Deutsche Mannschaftswertung zu kommen, was dem siegreichen Dreier-Team auch die Goldmedaille einbrachte. Trotz starker Konkurrenz brachten weitere gute Ergebnisse die Spartaner Peter Kniesch (M40 – 31. Platz) mit 43:14 Minuten ein sowie der genau zeitgleiche Thorsten Janz (M45 – 41. Platz). Bei den 45-jährigen erlief sich Wolfgang Waldmann in 49:01 Minuten einen 54. Platz. In der M55-Wertung lagen Bernd Müller mit 45:59 Minuten auf dem 37. Rang, Klaus Schoernig in 50:02 Minuten auf Platz 43 und gleich dahinter Günther Falke mit 55:56 Minuten. Als ältester Sparta-Läufer (M60) erreichte Jürgen Graeber mit 46:48 Minuten den 41. Rang. Bei so vielen Sparta-Rennern war es dann auch kein Geheimnis mehr, dass der Verein wiederum bei dieser Veranstaltung die meisten Teilnehmer gestellt hatte. Ein schöner Erfolg für die Motivierungsbemühungen ihres national bekannten Lauf-Trainers. Der Nachmittag des gleichen Tages stand im Zeichen des Zehn-Kilometer-Straßengehens. Es wurde ziemlich sonnig, und die Strecke auf der Hauptstraße in Yutz bot keinerlei Schatten. Hier ging Spartatrainer Marian Bigocki (M50) mit 1:03,53 Stunden in vorbildlichem Stil auf einen 18. Platz. Auch Manfred Krenz (Sparta-M60, Platz 25) konnte die Zehn-Kilometer-Strecke in 1:12,35 Stunden erfolgreich beenden. Anneke Heuer (Sparta-W40) kam auf dieser Strecke mit 1:01,01 Stunden auf Rang 7, bekam aber in der Teamwertung dennoch Silber. Erfolge gab es aber auch für die Geher des SC Langenhagen. Karlheinz Teufert (M80) erkämpfte sich gegen Konkurrenten mit 1:12 Stunden in der Einzelwertung sogar die Goldmedaille, diese blieb aber für die Langenhagener die einzige ihrer Art, denn die international bekannten Spartaner-Asse wie Karl Degener oder Birgit Komoll fielen bedauerlicherweise wegen Verletzungen aus.  In der Mannschaftswertung (M75+) erreichte Teufert noch eine zusätzliche Silbermedaille, da es ihm gelang trotz seines Alters in die Phalanx der deutschen M75-Geher sozusagen „einzubrechen“. Yoshiko Teufert-Shibata (SCL-W60) war nur wenig schneller und brachte es in der Einzelwertung mit 1:11,03 Stunden auf einen siebten Platz, jedoch gelang es auch ihr, mit dieser Leistung zum Mannschaftssilber zu kommen. Am zweiten Veranstaltungstag fanden die Cross-Wettbewerbe statt, zu dem die verschiedenen  Nationen eine altersbezogene Dreier-Staffel zu stellen hatten. In der W35-Gruppe erlief sich Susanne Noltemeyer (Sparta) eine Silbermedaille und in der W40-Altersstufe standen ihr Anette Heuer und Roswitha Ebel (beide Sparta) nicht nach und erreichten ebenfalls einen zweiten Rang. Diese taktisch geschickte Aufstellung der Nationalstaffeln für den Deutschen Leichtathletikverbandes war ebenfalls ein Verdienst des Sparta-Trainers Marian Bigocki. Der dritte und letzte Tag dieses Massenevents brachte am Vormittag in Thionville den Halbmarathonlauf und nachmittags das Langstreckengehen. Das Wetter hatte umgeschlagen und ein kalter, stürmischer Wind zusammen mit Regenböen erschwerte den Läufern die weitere Teilnahme erheblich. Die Strecke führte an der Mosel entlang und dann direkt vom umstrittenen französischen Atomkraftwerk Cattenom zurück, dessen Kühltürme weit sichtbar gewaltige Dampfmassen entließen. Beim ersteren Wettbewerb glänzte als bester Sparta-Läufer wieder einmal Peter Kniesch (M40 – Platz 25) mit 1:19,29 Stunden gefolgt von Bernd Müller (M55 – Platz 30.), der 1:36,30 Stunden benötigte. Thorsten Janz (M45) folgte mit 1:36,52 Minuten als 33. seiner Altersklasse. Jürgen Graeber (M60), der für die Halbmarathonstrecke 1:39,31 Stunden brauchte, erreichte in seiner Altersklasse Platz 26. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des M65-Läufers Wolfgang Schaper, der mit 1:41,31 Stunden in seiner Altersklasse Zehnter wurde und sich durch diese gute Leistung, Silber, in der Deutschen Mannschaftswertung sicherte. Wolfgang Waldmann (M45) erreichte in 1:46,44 Minuten das Ziel, was den 41. Platz bedeutete. 1:54,13 Stunden lief Klaus Schoring in der Altersklasse M55 und wurde 40., während Günther Falke in der gleichen Altersklasse mit 2:06 Stunden auf den 44. Rang kam. Bei den Frauen erreichte Susanne Noltemeyer (1:49:40 Stunden) in ihrer Altersklasse W35 den Platz 8 und schaffte es wieder in die Mannschafts-Nationenwertung zu kommen, was ihr die zweite Goldmedaille einbrachte (alle Läufer von Sparta Langenhagen). In gleicher Zeit mit der nun von ihren Vereinkameradinnen „Goldene Susi“ genannten Susanne Noltemeyer erreichte Roswitha Ebel (W45) als Elfte ihrer Altersklasse den Zieleinlauf. Für Anette Heuer (W40) war das Rennen nach 1:59,34 Stunden beendet. Ihre Stärke liegt wohl mehr im Gehen (alle Sparta Langenhagen).
Yoshiko Teufert-Shibata (W60) vom SC Langenhagen musste sich im abschließenden Gehen über 20 Kilometer in 2:24,43 Stunden  mit dem sechsten Rang der Einzelwertung zufrieden geben, sie konnte sich aber für die Deutsche Mannschaft qualifizieren und bekam daher zusammen mit ihren beiden Teamkameradinnen endlich die ersehnte Goldmedaille.
So kamen „die Langenhagener Longdistance-Runner und -Geher“ mit einer ganzen Reihe von Medaillen in ihre Heimatstadt zurück und planen bereits jetzt die Teilnahme an den nächsten Euromeisterschaften 2013 in Upize/Tschechien. Wer diese Laufgruppe einmal kennen möchte, findet sie immer dienstags und donnerstags ab 18.30 Uhr regelmäßig auf der Tartanbahn des Sportplatzes am Schulzentrum beim Training.