Großer Kampf, großes Glück

TSV KK bleibt auswärts unbesiegt

Als das Punktspiel der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Hannoverschen SC
und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am vergangenen Sonntag beendet
war, da gab es unter den Anhängern der Krähen wilde Spekulationen: War das eben Absicht, getrieben von ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden?
Folgendes war kurz zuvor passiert: Ein HSC-Spieler ist beim Stand von 2:2 in der Nachspielzeit alleine auf Krähen-Keeper Leon Burkert zugelaufen. Als dieser an den Ball kommen wollte, ließ sich der Hannoveraner fallen. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt – und Florian Toussaint schoss den Ball über das Tor. Während die Heimelf damit einen Rückschlag im Meisterschaftskampf erlitt, durfte sich der TSVKK über einen verdienten Punktgewinn freuen. Verdient deshalb, weil das Team von Trainer Bastian Schülke eine hervorragende Anfangsphase hinlegte, sich dann, als der HSC stärker wurde, dem gegnerischen Druck widersetzte und mit großem kämpferischen Einsatz das Remis beim Tabellenzweiten bis zum Schluss verteidigte. Zudem war Fortuna an diesem Tag eine Krähenwinkelerin, die dem TSVKK das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen zuteil werden ließ. Schon in der achten Minute fiel das 1:0 für die Rot-Blauen. Den Schuss von Tim Linnemann nach einem Freistoß von Philipp Schmidt konnte das Heimteam abblocken. Der Ball fand den Weg zu Sebastian Helms, und dessen Flanke brachte Linnemann mit einem Flugkopfball im Netz unter. Im Anschluss ließ der HSC
zwei klare Chancen liegen. Dimitrios Alexoudis, der im vorigen Heimspiel noch
vier Tore erzielt hatte, traf den Ball nicht richtig, und Florian Toussaint schoss
aus bester Position am Ziel vorbei. Anders sah es da beim TSV Krähenwinkel/
Kaltenweide aus. Einen Freistoß von der rechten Seite hob Philipp Schmidt
gekonnt über die Mauer, woraufhin der Ball unbeirrt seinen Weg in Richtung
Tor fortsetzte. Benjamin Ortner im HSC-Tor war überwunden, und die Krähen
lagen mit zwei Toren in Front. Bald kam das Team von Trainer-Urgestein
Rainer Behrends jedoch zum Anschlusstreffer. Ein abgefälschter Schuss von
Mustafa Akcora brachte die Hannoveraner wieder heran. Der HSC erhöhte
nun den Druck, doch die Krähen hielten dank starker Arbeit der Defensivreihe
um den glänzenden Lars Leymann stand. In der Schlussphase der ersten Halbzeit stand Martin Murawski im Mittelpunkt, der gleich drei Chancen für sein Team liegen ließ. Ein Schuss ging über das Tor, die anderen wurden von Leon Burkert entschärft. Direkt nach Wiederaufnahme das Spiels hatte KK große Möglichkeiten zum dritten Tor. Tim Linnemann verfehlte einen Schmidt-Freistoß um Haaresbreite, und Paulo Oliveira jagte den Ball aus bester Distanz über das Gehäuse. Später kam Marc Ulrich nach einem gegnerischen Abspielfehler an den Ball und lief alleine in Richtung Strafraum. Dort kam er zu Fall, doch die Situation blieb vom insgesamt recht schwachen Schiedsrichtergespann ungeahndet. In der 61. Minute fischte Burkert dann einen Schuss des reaktivierten HSC-Torjägers Naser Capric aus dem
unteren Winkel. Für die Krähen brachte dann die 74.Minute die letzte Gelegenheit. Nach einem sehenswerten Seitenwechsel von Philipp Schmidt nach rechts zu Tim Linnemann konnte Marc Ulrich die folgende Flanke nicht verwerten. In der Schlussphase strahlte der HSC deutlich mehr Torgefahr aus. War Mohammed Chahrour noch mit einem Schuss ans Lattenkreuz im Pech, sorgte Capric schließlich für das 2:2. Mit dem eingangs erwähnten verschossenen Elfmeter endete die Partie mit einem
leistungsgerechten Unentschieden. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, der am
Dienstag dieser Woche in einem Testspiel auf Arminia Hannover traf, begrüßt nun am folgenden Sonntag ab 15 Uhr den TuS Davenstedt.
Mannschaft: Burkert, Sumpf (ab 46.Bart), T.Schmidt, Leymann, P.Oliveira (ab 67.
Schütz), Mücke, Linnemann, P.Schmidt, S.Helms, M.Ulrich, Walter (ab 46. L.
Schwitalla) Trainer: Schülke
Tore: 8.0:1 Tim Linnemann, 14.0:2 Philipp Schmidt, 28.1:2 Mustafa Akcora,
80.2:2 Naser Capric
besonderes Vorkommnis: 92.Toussaint (HSC) verschießt Elfmeter