Gütschow-Team wird ein harter Brocken

Oberliga: SCL will trotzdem Punkte einfahren

Langenhagen (rt). Es ehrt die Verantwortlichen des SC Langenhagen, dass auch die Spiele gegen vermutlich übermächtige Gegner für diese keine Selbstläufer werden sollen. Doch gegen das Ausnahmeteam Eintracht Braunschweig war bei objektiver Betrachtung nichts zu holen. Die Reserve des Herbstmeisters der 2. Bundesliga war auf die gesamte Spielzeit gesehen das bessere Team. Insbesondere im zweiten Abschnitt wurde deutlich, warum die U23 von Ex-Profi Henning Bürger mit einem Vorsprung von 16 (!) Punkten unangefochten die Oberliga Niedersachsen anführt. Hin und wieder eine gute Torchance für den Gastgeber, die allerdings dann leichtfertig vergeben wird, reicht nicht zum Punktgewinn. Und muss es auch nicht. Wichtig für den SCL sind die Partien gegen die unmittelbaren Kontrahenten um den Abstieg. Hier stecken insgesamt sieben Mannschaften ganz tief im Schlamassel fest, die vom Leistungsniveau auf einer Ebene anzusiedeln sind. Nicht dazu gehört auf alle Fälle der TuS Heeslingen, der mit Coach Torsten Gütschow auf einer Erfolgswelle schwimmt. Diese ließ den Ex-Profi, unter anderem schnürte er auch für Hannover 96 die Stiefel, zu der Aussage verleiten, dass „ wir auch die letzten beiden Spiele des Jahres gewinnen werden.“ Wenn morgen ab 14 Uhr im Waldstadion von Heeslingen die letzte Partie einer schwierigen Saison beginnt, wird diese Aussage die Spieler des SCL zusätzlich motivieren. Insbesondere auswärts konnten die Flughafenstädter einige überraschende Punkte einsammeln, was bei der latenten Heimschwäche allerdings auch dringend notwendig war. Die Entwicklung der jungen, unerfahrenen Truppe hat insgesamt jedoch eine erfreuliche Aufwärtstendenz genommen. Zu Beginn der Spielzeit konnte einem angst und bange werden um den neuen SCL, der sich von Pleite zu Pleite spielte. Zum Ende des Jahres ist Licht am Tunnelende zu erkennen. Punktgleich liegend auf dem ersten Nichtabstiegsplatz wäre eine Überraschung beim TuS, der seit sieben Spielen ungeschlagen ist, ebenso möglich, wie der nächste hohe Rückschlag. Konstanz ist das magische Zauberwort für den Rest der Punktspiele im neuen Jahr. Zu großen Schwankungen war das Spiel des SCL unterlegen, ganz zu schweigen von der unerklärlichen Abschlussschwäche. Viele Spiele wurden zusätzlich innerhalb weniger Minuten dahergeschenkt, was häufig zu einer Resignation für die Restspielzeit der Partie führte. Doch das Pendel schlug dann wiederum auch überraschend in die positive Richtung aus, was zu ungläubiger Verwunderung führte. Es spricht also nur wenig für einen weiteren Erfolg, doch Trainer Stefan Gehrke wird alles daran setzen, auch beim Favoriten zu bestehen.