Happy End in der Nachspielzeit

3:3: Dennis Schweer rettet Remis für Sparta

Einen Punkt, der in der Endabrechnung noch einmal sehr wertvoll sein kann, retteten die Spartaner im Heimspiel gegen die Germanen aus Helstorf quasi mit dem Schlusspfiff. So war der Jubel um den finalen Torschützen Dennis Schweer verständlich, wohl auch deshalb, weil dieser es bei der Ausführung des Foulelfmeters in der fünften Minute der Nachspielzeit besonders spannend gemacht hatte. Nachdem der eingewechselte Ebenezer-Kingston Addico gelegt worden war, scheiterte Schweer zunächst an Keeper Daniel Uhde, bevor er im Nachschuss doch noch zum 3:3 traf. „So etwas müssen wir nicht jeden Sonntag haben, das hält man ja nicht aus!“ Auch Spartas Trainergespann Schmeisser/Burgmüller schien angesichts der aufregenden letzten Minuten dieser Begegnung zwar überglücklich aber gleichfalls auch ziemlich mitgenommen. Festzustellen ist, dass die Elf vom Silbersee diesmal für ihren nimmermüden Einsatz belohnt wurde und sich hoffentlich auch neue Motivation für die letzten vier Saisonspiele beim Kampf gegen den Abstieg geholt hat.
Nach verheißungsvollem Auftakt mit zwei Großchancen von Frederick Krell und Arda Evrem zeigte sich einmal mehr Spartas Anfälligkeit bei ruhenden Bällen. Der 0:1- Rückstand resultierte aus einem Kopfball, den Ingo Neumann im Anschluss an einen Freistoß ins Netz lenkte (8. Minute). Auch dem 0:2 eine knappe Viertelstunde später ging ein Freistoß voraus, den Keeper Tobias Lissner nicht unter Kontrolle brachte und Alexander Hinz im Nachsetzen über die Linie bugsierte (22. Minute). Nur gut, dass Schweer mit einem an Evrem verursachten Elfmeter postwendend verkürzen konnte. Die bis dahin kurzweilige Partie verflachte danach etwas und Torraum-Szenen waren eher Mangelware.
Spartas Keeper Lissner, der sich kurz vor dem Seitenwechsel bei einem Zusammenprall am Knöchel verletzte, musste in der Kabine bleiben und wurde durch den etatmäßigen Feldspieler Emre Geltetik ersetzt. Es sprach für die solide Deckungsarbeit seiner Vorderleute um Andrews Asare und Alexander Brandt, dass er zunächst fast ohne Beschäftigung blieb. Auszeichnen musste er sich allerdings mit einer reaktionsschnellen Parade in der 78. Minute gegen den durchgebrochenen Segin Seyrek. Vier Minuten darauf der längst überfällige Ausgleich durch Evrem, der bei den Platzherren nochmals die Kraftreserven mobilisierte. Der erneuten Führung der Germanen ging ein zu heftiger Einsatz von Addico im eigenen Strafraum voraus. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thomas Hinz und da offiziell nur noch zwei Minuten zu spielen waren, schien eine weitere Niederlage zu drohen. Aufgrund etlicher Unterbrechungen durch Verletzungen war die fünfminütige Zugabe vom ausgezeichneten Schiri Thomas Stückrath durchaus angemessen und führte für die Schwarz-Gelben doch noch zum Happy End.
Eine schier unlösbare Aufgabe erwartet die Spartaner am Sonntag um 15.00 Uhr bei BG Elze, einem Team, das in der Rückrunde noch ungeschlagen und mittlerweile auf den 3.Rang vorgerückt ist mit ernsthaften Aussichten auf den Relegationsplatz. Das Hinspiel gewann die Silbersee-Elf mit der wohl besten Saisonleistung mit 4:1.
Aufstellung: Tobias Lissner (46. Minute Emre Geltetik); Tobias Sauermilch, Marcel Damerius (46. Minute Rene Salato), Andrews Asare, Dennis Schweer, Jeffrey Stock, Frederick Krell, Arda Evrem, Alexander Brandt, Dietmar Modjesch, Steven Schmeisser (75. Minute Ebenezer-Kingston Addico).