Hendrik Eggers wieder niedersächsischer Meister

Das Eadtourenfahren musste bei heftigem Regen über die Bühne gehen. (Foto: W. Euhus)

Rennsport und Radtourenfahren im Regen

„Das wird heute nichts mit dem Wetter“, waren sich Klaus Tast der Vereinsvorsitzende und der RTF-Fachwart Uwe Kramer einig, als sie morgens in den Himmel schauten. Und der Wetterbericht sollte recht behalten, regnete es bei Beginn des Radtourenfahrens nur wenig, wurde er sehr zur Freude der Landwirte und Gartenbesitzer, aber zum Leid der Radrennfahrer bald darauf heftig.
Dabei hatten die Blau-Gelben ihre Veranstaltung, die mehrere Jahre zum Frühlingsanfang ausgerichtet wurde, wegen immer wieder schlechten Wetters mit Schnee und Glatteis extra in den Sommer verlegt. Jetzt war der Parkplatz auch relativ leer. Es fehlten vor allen Dingen die Teilnehmer aus den entfernten Regionen, die Hamburger, die Berliner, die Leute aus Kassel und auch die Bremer, die sonst immer gern nach Langenhagen gekommen sind. Für sie hatte der RC Blau-Gelb auch extra die Strecken erweitert. Sie führte nicht nur durch die Wedemark, sonderrn bis zum Steinhuder Meer. Es waren aber nur wenige der unter 100 Teilnehmer, die die ganz Strecke zurück legten, darunter auch Mitglieder der „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“. Wirklich schade, auch für die Helfer an den Kontrollstellen und für das Team, das für Getränke und Imbiss in der Turnhalle des Radsportvereins sorgten. Aber so ist das Leben der Sportler, die ihre Veranstaltungen bei jedem Wetter auf der Straße ausführen müssen.
Bis zum vergangenen Wochenende gab es noch zwei berichtenswerte Ereignisse. Elite A-Fahrer Hendrik Eggers wurde zum dritten Mal niedersächsischer Landesmeister im Bergfahren, nachdem er zuvor erfolgreich an einem Steher-Rennen in Bielefeld teilgenommen hatte Senior Réne Künast hatte Anfang August einen sehr schweren Unfall im Harz. Künast war auf der Rückfahrt von einer geplanten Trainingsrunde über 170 km mit 3.500 Höhenmetern. In Bad Harzburg nahm ihm ein entgegenkommender Pkw die Vorfahrt. Dabei brach der Carbon-Rahmen der Rennmaschine mehrmals. Im Krankenhaus stellte sich heraus: kleine Gehirnblutung, Gehirnerschütterung, doppelter Unterkieferbruch, Bruch des rechten Schulterblattes, diverse zu nähende Schnittwunden an den Armen, Schürfwunden und Prellungen. Künast erinnert sich nicht an den Unfall. Trotz allem hatte er einen Schutzengel und konnte nach zehn Tagen aus dem Krankenhaus in Goslar entlassen werden. Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis er wieder auf dem Rennrad sitzen wird.