Herbe Enttäuschung für den TSV KK

0:5 gegen TSV Pattensen in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Oberliga

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide kassierte jetzt in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Oberliga auf heimischem Geläuf gegen den TSV Pattensen eine herbe 0:5 (0:2)-Niederlage.. Bis dato war diese Runde für die Krähen wenig optimal gelaufen. Zum Auftakt hatte das Team stark ersatzgeschwächt eine Heimniederlage gegen den SV Bavenstedt kassiert. Danach lag der TSV KK in den beiden Auswärtsspielen gegen Wetschen und Evesen jeweils aussichtsreich in Führung, um dann in beiden Partien kurz vor Schluss den Ausgleich einzustecken und damit lediglich zwei Unentschieden zu erreichen. Umso mehr hoffte der Anhang der Rot-Blauen darauf, dass das Team in das Spiel gegen Pattensen, auf das man sich nach mehreren Verlegungen lange hatte vorbereiten können, mit einer großen Aufbruchsstimmung geht und hochmotiviert sein wird, den ersten Sieg einzufahren und den Abstand zu den vorderen Tabellenplätzen zu verkürzen. Hätte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide die erste sich bietende Möglichkeit genutzt, vielleicht wäre das Spiel in die gewünschte Richtung gelaufen. Marcel Kunstmann hatte die Latte getroffen, im Nachschuss scheiterte Maximilian König. Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl kaum jemand vermutet, dass die KK-Fans ihre Mannschaft von da an nur noch selten im gegnerischen Strafraum sehen sollten. Auf der anderen Seite nahm der TSV Pattensen gleich die erste Torgelegenheit wahr. Nach einem Eckball von Melvin Görgen köpfte Johannes Weber zum 0:1 ein. In der 38.Minute legten die Gäste nach. Die Hereingabe von Til Buchmann verwertete Pattensens Routinier Simon Hinske zum 0:2-Halbzeitstand. Der TSV KK hatte an diesem Abend keine Mittel gefunden, um in die Partie hineinzufinden.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich daran nicht viel. In der Hauptrunde der Staffel Süd der Landesliga hatte der TSV Pattensen die zweitbeste Abwehr aufgewiesen, und nun zeigten die Blau-Weißen in Krähenwinkel ihre starken defensiven Fähigkeiten. Sie stellten die Räume geschickt zu, blockten jegliche Ansätze Krähenwinkeler Angriffsversuche ab. Ihrerseits leisteten sich die Krähen zudem einige Fehlpässe. Sicher gilt es zu bedenken, dass dem Waldsee-Team einige wichtige Spieler fehlten und andere wiederum gerade erst von einer Corona-Infektion genesen waren und somit noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein konnten. Doch den unbedingten Willen zum Kampf ließ das Team ebenso vermissen wie das gegenseitige Pushen, das Anfeuern untereinander auf dem Platz. Zehn Minuten vor dem Ende hatten Felipe-Marcel Böttcher und Jannis Neugebauer im Nachschuss ein Mal das gegnerische Tor anvisiert, ansonsten verbrachte Pattensens Torhüter Patrick Lehmann einen nahezu beschäftigungslosen Abend. Es war nicht unebdingt so, dass die Blau-Weißen auf der anderen Seite ein Feuerwerk an Torchancen gehabt hätten. Doch der TSV Pattensen zeigte sich eindrucksvoll effektiv. Vor allem, nachdem Trainer Sebastian Franz den Akteur ins Spiel gebracht hatte, der zum Mann des Abends werden sollte. Nils-Ole Heuermann schloss einen Konter in der 81.Minute zum 0:3 ab und legte danach innerhalb kürzester Zeit zwei weitere schön herausgespielte Tore nach, die das Krähenwinkeler Debakel perfekt machten. Zu allem Überfluss ließ sich auch noch Innenverteidiger Kevin Malarowski zu einem wiederholten Foulspiel hinreißen, das die Gelb-Rote Karte nach sich zog. So ist dieses vierte Spiel der Aufstiegsrunde gänzlich ins Gegenteil dessen umgeschlagen, was man sich davon erhofft hatte. Statt den Anschluss an die Tabellenspitze herzustellen, rangieren die Krähen nun auf dem letzten Platz des sechs Mannschaften umfassenden Feldes. Träume von der Oberliga sind vorerst in weite Ferne gerückt, sollten die Krähen nicht in den nächsten Spielen eine Serie starten. Vielleicht gelingt es den Rot-Blauen ja, den Frust und die Enttäuschung ob der herben Niederlage in neue Kraft für einen anderen Wettbewerb zu kanalisieren. Denn im Pokal liegen die Krähen gut im Rennen. Am Ostermontag, den 18.April tritt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide im Viertelfinale des Bezirkspokals beim Bezirksligisten TuS Garbsen an. Die Garbsener, deren Trainer Martin Kummer beim Spiel des TSV KK gegen Pattensen unter den Zuschauern weilte, sind Leidensgenossen. Denn auch der TuS hatte in der letzten Partie, einem Heimspiel gegen den SVBE Steimbke, eine 0:5-Niederlage erlitten. Das Duell um den Einzug in das Halbfinale beginnt am Montag um 15 Uhr.
Mannschaft: Pigors, Marre (ab 77.E. Anders), Dosch, Malarowski, Pfeuffer, Schorler, König, Neugebauer (ab 81.Schmidt), Matz (ab 57.Böttcher), Owusu (ab 74.Sander), Kunstmann Trainer: Preuß Tore: 26.0:1 Johannes Weber, 38.0:2 Simon Hinske, 81.0:3 Nils-Ole Heuermann, 83.0:4 Heuermann, 87.0:5 Heuermann Gelb-Rot: 90.Malarowski (KK)