Internationale Erfolge in Polen

Fabio Fischer erkämpfte sich eine Bronze-Medaille.

Godshorner Judokas bei Inernational Open dabei

In Olesnica (Polen) fanden die International Open im Judo statt. Traditionellerweise wird dieses Turnier von zahlreichen Nationen als Gradmesser für die kommende Einzelsaison genutzt. Auch diesmal war das Teilnehmerfeld mit den Nationalmannschaften aus Georgien, Kasachstan, Ukraine und Polen stark besetzt. Auch der DJB schickte seine Athleten. Für die Wettkämpfe nominiert waren auch die beiden Judo-Geschwister Fabio und Fiona Fischer aus Godshorn. Für Fiona ging es am Sonnabend bei den Cadetten in der U17 beim World Cup Judo Family 2018 an den Start. Ohne viel Erwartungen und Druck konnte sie als jüngster Jahrgang in ihren ersten Internationalen Wettbewerb starten. Im Limit bis 48 Kilogramm kam sie sehr gut in ihre Kämpfe. Nach drei vorzeitigen Siegen hatte sie sich bis zum Finalblock am Abend vorgekämpft. Hier hatte sie dann die Aufregung im Rampenlicht zu kämpfen im Griff und besiegte ihre polnische Gegnerin noch in der ersten Minute Kampfzeit. Gold – und somit der einzige deutsche Podestplatz des Tages – war erreicht.
Am folgenden Tag ging es dann für Bruder Fabio in der U21 auf die Matte. Gesundheitlich etwas angeschlagen startete er im 41-köpfigem Teilnehmerfeld bis 66 Kilogramm. Nach einem Freilos konnte er in den folgenden zwei Kämpfen seine Stärke im Boden gegen einen Bundeskaderkollegen und einen Georgier ausspielen und siegen. Der Gegner im Poolfinale kam dann aus Kasachstan. Beide Kämpfer konnten ihre Ansätze nicht durchbringen. Fabio agierte jedoch taktisch klug, so dass er letztlich den Pool-Sieg für sich entscheiden konnte. Im anschließenden Halbfinale fand er gegen den ukrainischen Gegner nicht in den Kampf und musste mit einer kleinen Wertung den Sieg abgeben. Das nachfolgende Kleine Finale um Platz drei gegen Georgien wurde nochmals spannend. Wiederum musste Fabio eine kleine Wertung gegen sich hin nehmen, konnte dann allerdings das Blatt wenden und erneut im Boden mit Sankaku-Ippon die Bronze-Medaille erkämpfen.
Während Fiona mit einer kleinen NJV-Delegation noch bis zum Ende des anschließenden Trainingscamp in Polen bleibt, heißt es für ihren Bruder zunächst zurück nach Deutschland, um dann wiederum in knapp einer Woche zum Trainingslager nach Russland zu reisen.