Keeper Bernd Winkler ins Krankenhaus

Sparta verliert beim 1:3 in Garbsen Punkte und Torwart

Als Bernd Winkler in Spartas Gehäuse nach dem Abfangen einer hohen Flanke in der 74. Minute auf den Rasen fiel und danach mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb, ahnte man, dass dieser Sonntagnachmittag so etwas wie ein gebrauchter Tag für den Schlussmann sein musste. Mit einer ausgekugelten rechten Schulter wurde er ins Krankenhaus transportiert und dürfte seinem Team für einige Wochen fehlen. „Erst haben wir kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu!“ Trainer Bernd Burgmüller kommentierte das Geschehen leicht resignierend mit einem Kopfschütteln, wohlwissend, dass mit diesem Ausfall die Entscheidung in dieser Partie zugunsten der Platzherren endgültig gefallen war. Zuvor hatten sich die Spartaner mit einem beherzten Zwischenspurt wieder in ein Spiel zurück gekämpft, welches bereits unmittelbar nach der Halbzeit entschieden zu sein schien.
Beim Tabellenvierten, der noch den Relegationsplatz oder sogar mehr im Visier hat, durften die Schwarz-Gelben erstmals seit vielen Jahren auf dem glänzend präparierten Rasenplatz statt der berüchtigten „Plastikwiese“ antreten. Es war beiden Mannschaften anzumerken, dass diese Maßnahme die Spielfreude merklich erhöhte, wenngleich Höhepunkte in den Strafräumen eher selten waren. SC-Torjäger Daniel Makresi wurde von der Innenverteidigung gut abgeschirmt und weitestgehend kalt gestellt. Als sich auf der Gegenseite Arda Evrem in der 22.Minute energisch durchsetzen konnte, fehlten bei seinem Schuss aus kurzer Distanz nur wenige Zentimeter an der Führung. Eine kuriose Szene bescherte den Gastgebern jene in der 36. Minute: Bernd Winklers Abschlag landete fast an der Mittellinie bei Garbsens Mittelfeld-Stratege Soeren Albrecht, der das Leder mehr zufällig Richtung Spartas Gehäuse drosch und damit den noch nicht wieder in seinem Kasten befindlichen Keeper überwand. Nicht genug damit, kaum 60 Sekunden später brachte ein unnötiger Ballverlust Makresi erstmals in Schussposition und wie aus dem Nichts stand es 2:0. Trotz bis dahin ansprechender Leistung stand die Elf vom Silbersee zur Pause wieder einmal mit leeren Händen da. Die Zuversicht, vielleicht doch noch eine Wende herbeizuführen zu können, erhielt elf (!!) Sekunden nach Wiederanpfiff den nächsten Dämpfer. Das Missverständnis zwischen Patrick Brodersen und Winkler nutzte Dennis Krumrey aus schier unmöglichem Winkel zum 3:0. Anders als in den letzten Begegnungen steckten die Burgmüller-Schützlinge allerdings diesmal nicht auf und brachten die nicht immer sattelfest wirkende SC-Deckung mit variablem Offensivspiel in so manche Verlegenheit. Lukas Lichtenstein wurde in der 59. Minute unfair im Strafraum gebremst und den fälligen Elfmeter verwandelte Sven Hoffmann zum 3:1. Ermutigt durch diesen Treffer verstärkte Sparta den Druck und erhielt zehn Minuten später einen weiteren Strafstoß zugesprochen. Erneut war der in dieser Phase kaum zu bremsende Lichtenstein gefoult worden und Hoffmann trat wiederum zur Exekution an. Wer weiß, welchen Verlauf die Partie noch genommen hätte, wenn Garbsens Torhüter Christopher Deubeler diesmal nicht reaktionsschnell Sieger in diesem Duell geblieben wäre? So blieb die Belohnung für ein couragiertes Auftreten aus, zumal der agile Arda Evrem in der Schlussviertelstunde den Platz im Sturmzentrum mit dem Torwart-Trikot tauschen musste. Nach den Erfolgen der ebenfalls gefährdeten Mannschaften ist man wieder auf den bedrohlichen 14.Tabellenrang abgerutscht. Im Nachholspiel unter der Woche gegen Schloß-Ricklingen (Dienstag 21. April.) sowie im Derby mit der TSV-KK-Reserve muss nun unbedingt gepunktet werden. Das Heimspiel gegen die Elf vom Waldsee findet am Sonntag um 15 Uhr auf der Sportanlage am Silbersee statt.

Sparta: Bernd Winkler (74. Daniel Hupp); Sven Hoffmann, André Lange, Bilel Khlifi, Marcel Gräger, Daniel Klassen, Patrick Brodersen, Sedat Ekinci (66.Minute Enis-Marvin Keller), Arda Evrem, Levent Sönmez, Lukas Lichtenstein.