Komoll und Damitz auf dem Treppchen

Überzeugten auf der ganzen Linie: Birgit Komoll und Hans-Peter Damitz.

Silber und Bronze für LAC-Geher bei der Deutschen Meisterschaft

Mit vorsichtigem Optimismus fuhren die Geher Birgit Komoll und Hans-Peter Damitz vom LAC Langenhagen zu den Deutschen Hallen-Seniorenmeisterschaften über 3.000 Meter nach Halle an der Saale. Hatten sie doch zuvor beim nationalen Gehen in Erfurt und der offenen Berlin/Brandenburgischen Meisterschaft in Berlin mit Podiumsplätzen geglänzt. Dass bei Deutschen Meisterschaften die Erfolgslatte noch einmal höher gelegt ist, merkte Hans-Peter Damitz schon mit dem Startschuss. In seiner Klasse M 75 legten sich die beiden Favoriten Peter Schumm aus Aachen und Wolf-Dieter Giese (Berlin) sofort mächtig ins Zeug. Dahinter folgten Heinz-Jürgen Mittmann (ebenfalls Berlin) und der Langenhagener. Schnell füllte sich wie gewohnt die Anzeige mit den Verwarnungen wegen Gehfehlern. Das Reglement besagt, dass der Geher nach der dritten Verwarnung aus dem Wettbewerb genommen werden muss. Als dann die Chefgehrichterin mit beherzten Schritten und der berüchtigten roten Kelle in der Hand auf den an zweiter Position gehenden Giese zusteuerte und ihn disqualifizierte, realisierte Hans-Peter Damitz, dass er plötzlich auf Medaillenkurs unterwegs war. Er setzte nun alles auf eine Kart und versuchte, an Heinz-Jürgen Mittmann noch vorbeizukommen und dabei das große Risiko eingehen, selbst disqualifiziert zu werden oder Platz drei abzusichern. Er ging das Risiko nicht ein und wurde am Ende mit der Bronzemedaille belohnt. Nachdem der Langenhagener seit Gründung seines Vereins, dem LAC, vor wenigen Jahren schon eine Reihe von vorderen Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften erreicht hat, stand er jetzt zum ersten Mal auf dem Siegerpodest.
Birgit Komoll (Klasse W 55) wollte das gute Ergebnis ihres Vereinskollegen noch toppen, war sich jedoch nicht sicher, ob sie insbesondere mit der Favoritin Antje Köhler (Bühlertal) würde mithalten können. Diese setzte sich dann auch vom Start weg an die Spitze, aber die Langenhagenerin ließ sich nicht so leicht abschütteln. Hinter den beiden Führenden wurde der Abstand zur Drittplatzierten Christine Schmid aus Regensburg zwar immer größer, die Favoritin zeigte jedoch keine Schwäche und holte sich den Deutschen Meistertitel in 19:04,53 Minuten vor Birgit Komoll (19:43,08).