Krähen-Coup beim Tabellenzweiten

Fußball-Landesliga: Preuß-Elf gewinnt mit 4:2 in Bavenstedt

Dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ist in der Fußball-Landesliga am vergangenen Sonntag ein beachtlicher Erfolg gelungen. Beim an Position zweiwei rangierenden SV Bavenstedt kamen die Krähen zu einem 4:2-Sieg. In den bisherigen 15 Begegnungen hatte der TSV KK bis dato erst zweimal gegen das Team aus dem Hildesheimer Stadtteil gewinnen können, auswärts hatte KK den SVB noch nie bezwungen. Dies sollte sich nun ändern. Die Krähen fanden schnell in das Spiel hinein und  zeigten beim Favoriten von Anfang an eine starke Leistung. Die erste Gelgenheit hatten indes die Hausherren. Lennart Fiech bot sich aus rund 20 Metern eine gute Freistoßmöglichkeit. Sein Schuss geriet jedoch zu zentral und stellte somit für Andre Pigors im Krähenwinkeler Tor keine immense Herausforderung dar. In der 23. Minute kamen die Rot-Blauen zu ihrem
ersten schönen Spielzug. Marcel Kunstmann spielte den Ball zu Lorenzo Pombo Abondado, der das Spielgerät zu Halil Aydemir weiterleitete. Der folgende Torschuss flog knapp über den Kasten. Im Gegenzug schoss Bavenstedts Brian Bruno Behrend rechts am Tor vorbei. In der 29. Minute durfte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide dann zum ersten Mal jubeln. Die Mannschaft präsentiert sich in dieser Spielzeit bei Eckbällen sehr stark. Mit diesem  Stilmittel hatte das Team auch diesmal Erfolg. Renè Legien visierte vom Eckpunkt aus den  zweiten Pfosten an, und der sich weiterhin in starker Verfassung befindende Oliver Pfeuffer köpfte zum 0:1 ein. Weniger effektiv präsentierte sich der SV Bavenstedt. Marcel Czauderna schoss aus kurzer Distanz über das Tor, und Daniel Reuters Freistoß aus rund 18 Metern blieb in der Krähenwinkeler Abwehrmauer hängen. Inzwischen hatte sich Patrick Schuder nach einem schmerzhaften Foulspiel einen emotionalen Disput mit seinem Gegenspieler
geliefert. Der gute Schiedsrichter Tim Wieggrebe aus Algesdorf zeigte beiden Akteuren Gelb. Für Schuder  war es der fünfte Karton, er muss nun ein Spiel aussetzen. Es wurden einige Stimmen laut, Schuder sollte vom Feld genommen werden, um keinen Platzverweis zu riskieren. Doch  Trainer Pascal Preuß ließ seinen Hünen auf dem Rasen - und der dankte es mit dem Treffer zum 0:2, der er kurz vor der Halbzeitpause im Nachsetzen per Kopf markierte. Der Zwei-Tore-Vorsprung vor dem Seitenwechsel war vollauf verdient, und in der zweiten  Halbzeit spielte der TSVKK sogar noch besser. Andre Pigors hatte zu Beginn noch einen  Angriff gekonnt entschärft, dann sollten für lange Zeit die Krähen die Machtverhältnisse innehaben. In der 65.Minute erhöhte Halil Aydemir aus einem schwierigen Winkel auf 3:0 für den TSV KK. Im Bavenstedter Publikum war man naturgemäß alles andere als zufrieden, vergaß jedoch nicht, dass es für den SVB das dritte Spiel innerhalb einer Woche war und die Mannschaft dementsprechend Kräfte gelassen hatte. Die Partie der Krähen unterhalb der  Woche war dagegen ausgefallen. Diese Begebenheiten mögen dazu beigetragen haben, dass die Rot-Blauen jederzeit einen Tick schneller, aufmerksamer und aktiver waren. Bei Daniel  Mücke wirkte es, als habe er eine innere Stimme, die ihn jederzeit dahin steuert, wo der nächste Ball hinkommt. Der unermüdliche Marcel Kunstmann war gefühlt auf jedem Quadratmeter des Bavenstedter Rasens zu finden. Am famosen Alexander Dosch in der Innenverteidigung und Lukas Schorler auf der rechten Seite gab es kein Vorbeikommen. Und die Spieler, die eingewechselt worden sind, waren sofort präsent. So hätte Kevin Malarowski beinahe das nächste KK-Tor erzielt. Bavenstedts Torhüter Julian Lenz klärte jedoch stark mit dem Fuß. Als der SVB kurzzeitig Hoffnung hatte - Felix Scharschuch hatte zum 1:3 getroffen - waren Tim Hübner und Andreas Bart wesentlich am Tor zum 1:4 beteiligt. Sie spielten einen eleganten Doppelpass, dann brachte Hübner den Ball nach rechts zu Marcel Kunstmann. Bart war inzwischen in den Strafraum eingedrungen, und die anschließende Kunstmann-Flanke drückte Krähenwinkels Nummer zwei über die Linie. Das 2:4 in der 92.Minute durch Steve Goede war dann nur noch Ergebniskosmetik. Mit diesem Auswärtssieg hat der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide wieder Anschluss an die
obere Tabellenhälfte bekommen. In der eng umkämpften Landesliga geht es nun am Sonntag, 10. November, um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen die TSV Burgdorf weiter.

Mannschaft: Pigors, Schorler, Schuder, Dosch, Calò, Mücke, Legien (ab 82.Bart), Pfeuffer (ab 70.Hübner), Aydemir, Kunstmann, Pombo Abondado (ab 60.Malarowski) Trainer: Preuß
Tore: 29.0:1 Oliver Pfeuffer, 45.0:2 Patrick Schuder, 65.0:3 Halil Aydemir, 85.1:3 Felix Scharschuch, 89.1:4 Andreas Bart, 92.2:4 Steve Goede