Krähen finden die perfekten Momente

Landesliga: vierter Sieg in Folge spült TSV KK auf Rang drei

Der Lauf des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geht weiter. Am Sonntag feierte die Elf vom
Waldsee in der Fußball-Landesliga den vierten Sieg in Folge. Dabei hatte sich der Gegner, die SpVgg Bad Pyrmont, so viel vorgenommen. Im Hinspiel  war das Team aus dem Weserbergland gegen den TSV KK mit 0:5 untergegangen. Jetzt sollte die Revanche gelingen. Zudem waren die Gäste heiß darauf, endlich wieder Fußball  zu spielen. Seit mehr als drei Wochen hatte Pyrmont nicht mehr gegen den Ball getreten, all
ihre Begegnungen in dieser Zeit waren ausgefallen. Die Gäste, als Tabellenvorletzter angereist, jedoch noch mit einigen Nachholspielen in der Hinterhand, boten am Waldsee denn auch eine ordentliche Vorstellung. In der 15. Minute  näherten sie sich erstmals einem Treffer an. Die Flanke von Jan Dörries konnte KK-Keeper  Philipp Houck abfangen, ehe sie den einschussbereiten Ogur Özdem erreicht hätte. Auf der anderen Seite zog nach einem Eckball von Lukas Schorler erstmals Gefahr auf. Im Nachgang des Eckballs schossen die Krähen dreimal in Richtung Tor – dreimal wurden die  Schüsse abgeblockt. Die bis dahin beste Chance gab es für KK jedoch nach einem Eckstoß für den Gegner. Philipp Houck fing den Ball ab, schickte umgehend Lukas Schorler auf die Reise, der den Ball auf der linken Seite sofort zum pfeilschnellen Felipe-Marcel Böttcher weiterleitete. Böttchers anschließende Flanke konnte Marcel Kunstmann nicht verwerten. Die nächsten Annäherungsversuche an einen Torerfolg hatten die Gäste. Durch starke  Abwehraktionen verhinderten Marlon Pickert und Tim Hübner jedoch, dass der Ball den  Weg in ihren Strafraum findet. Der Weg auf die andere Spielfeldseite gestaltete sich zunächst als recht schwierig. Die SpVgg stand gut gestaffelt, und es war klar, dass an  diesem Nachmittag Geduld gefragt sein würde. Beim Stande von 0:0 ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel hatte die SpVgg Bad Pyrmont zunächst ihre beste Phase. Ein Freistoß von Benedikt Hagemann, ein Ball, der ans Lattenkreuz flog, und ein Schuss, den Krähenwinkels Patrick Schuder auf der eigenen Linie klärte, ließen die Rot-Weißen auf
einen Torerfolg hoffen. Doch den hatten dann die Krähen. Inmitten der Pyrmonter Drang-
phase, zum perfekten Moment, gelang dem TSVKK das 1:0. Nachdem Pyrmonts Zalem
Özmen ein Rückpass zu Torhüter Stefan Schmidt zu kurz geraten war, schaltete Marcel
Kunstmann schnell. Er schnappte sich den Ball, behauptete diesen gekonnt, um dann im
perfekten Moment zu Renè Legien zurückzuspielen. Legien war kurz zuvor eingewechselt
worden, nun sorgte er mit einer seiner ersten Amtshandlungen auf dem Spielfeld für den
umjubelten Führungstreffer. Kurz darauf legten die Krähen nach. Eine tolle Rechtsflanke
von Legien erreichte Halil Aydemir. Dessen Torschuss konnte Stefan Schmidt noch
parieren. Den Abpraller nutzte Patrick Schuder, um den Ball im perfekten Moment mit der
Hacke über die Torlinie zu bugsieren. Aydemir war damit bei jedem Sieg der aktuellen Serie an den Toren beteiligt. Und Schuder nahm den Gästen mit seinem Tor den Wind aus den Segeln. Denn die bis dahin gut mitspielenden Pyrmonter hatten von nun an nichts mehr entgegenzusetzen, und die Krähen kamen durch sehenswerte Kombinationen zu weiteren  Torchancen. So etwa durch Alexander Dosch, der knapp vorbeischoss, oder durch Böttcher, der nach einem von Tim Hübner lang geschlagenen Freistoß abzog. Schmidt wehrte den  Schuss mit einem starken Reflex ab. Kurz vor dem Ende erzielte Böttcher schließlich den  Treffer zum Endstand zum 3:0. Er hatte auf seinem Weg zum Tor noch den aus seinem  Kasten heraus geeilten Stefan Schmidt vor sich. Im perfekten Moment hob Böttcher den  Ball über Schmidt hinweg. Das letzte Heimspieltor im Jahr 2019 – es war herrlich anzusehen. Die Krähen, die nun seit 270 Minuten ohne Gegentor sind, haben damit den  dritten Tabellenplatz erobert. Zum Abschluss des Jahres spielt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am Sonntag, 1. Dezember, um 14 Uhr beim TSV Pattensen. Dort will  das Team alles daran setzen, um die Serie auszubauen.

Mannschaft: Houck, Dosch, Pickert, Hübner, Schorler, Malarowski (ab 57.Legien),
Mücke, Böttcher, Aydemir (ab 85.Calò), Schuder (ab 78.Pombo Abondado), Kunstmann
Trainer: Preuß
Tore: 63.1:0 Renè Legien, 69.2:0 Patrick Schuder, 86.3:0 Felipe-Marcel Böttcher