Krähen melden sich eindrucksvoll zurück

Landesliga: Beim 3:0 gegen Sulingen knackt der TSV KK mehrere Serien

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Eine Woche, nachdem der Fußball-Landesligist in Eldagsen mit 0:3 untergegangen war, zeigte die Mannschaft nun ein völlig anderes Gesicht. Mit einer von der ersten bis zur letzten Minute imposanten Leistung gelang ein 3:0-Erfolg über den TuS Sulingen. Mit solch einem Resultat hätte vor dem Spiel kaum jemand gerechnet. Schließlich standen neben den Eindrücken des schwachen Eldagsen-Spiels auch eine Reihe an Statistiken im Raum, die die Favoritenrolle des Tabellenvierten aus Sulingen deutlich unterstrichen. So hatte der TSV KK bis dato noch nie gegen den TuS Sulingen gewinnen können. Der TuS war in dieser Saison bislang ungeschlagen geblieben. Und ein Heimsieg war den Krähen in dieser Spielzeit bis zum letzten Sonntag noch nicht geglückt. All diese Serien brachten die Rot-Blauen nun zum Einreißen. Schon früh nahm das Team Kurs auf die drei Punkte. Nach einer Viertelstunde schlug Lukas Schorler einen Freistoß von der rechten Seite präzise in den Strafraum. Marcel Kunstmann schraubte seine 1,93 Meter in die Höhe und köpfte den Ball zum 1:0 ein. Und direkt danach legten die Krähen nach. Felipe-Marcel Böttchers Schuss wurde noch abgewehrt. Dann kam der Ball zu Kunstmann, und erneut war Krähenwinkels Torjäger per Kopf zur Stelle. Der Tabellenzwölfte lag gegen den Tabellenvierten mit 2:0 vorne – wer verspätet zum Spiel kam, zeigte sich vom Zwischenstand bass erstaunt. Doch so überraschend die Führung auch war – so verdient war sie auch. Der TSV KK spielte wie ausgewechselt. Der unbändige Wille, dieses Spiel zu gewinnen, war bei  jedem einzelnen Akteur spürbar. Und der TuS Sulingen? Schließlich war das Team aus  dem Kreis Diepholz mit dem besten Angriff der Liga angereist. In den vorigen sechs  Begegnungen hatten die Sulinger bereits 17 Tore erzielt. Doch am Waldsee bissen sie  auf Granit. Eine aufopferungsvoll kämpfende Krähenwinkeler Mannschaft ließ den TuS nie zur Entfaltung kommen. An der starken Innenverteidigung um Alexander Dosch und  Marc Heineking war kein Vorbeikommen, und der bis dato auf Platz Eins der Landesliga-Torschützenliste rangierende Dennis Pissors war beim bärenstarken Steven-Emanuel Calò in den besten Händen. Doch war es nicht nur die individuelle Klasse, die den Krähen den Erfolg brachte. Vor allem im Kollektiv wusste die Mannschaft zu gefallen. Das Zusammenspiel klappte hervorragend, jeder war für den anderen da. Und wenn doch einmal ein Ball verloren ging, waren sofort Mannschaftskameraden zur Stelle, um das Spielgerät mit vereinten Kräften zurückzuerobern. Erst in Minute 43 konnte die erste ernsthafte Torchance für die Gäste notiert werden. Nach einem Zuspiel von Jegerchwin Tero ging der Kopfball von Pissors am Kasten vorbei. Besonders erfreulich war, dass es den Krähen gelang, die starke Leistung über die Halbzeitpause hinaus zu konservieren. Die Mannschaft machte nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte. Beim ersten Versuch, das dritte Tor zu erzielen, scheiterten die  Krähen noch an TuS-Keeper Eric Schröder, der seine Mannschaft an diesem Nachmittag  mehrmals im Spiel hielt. Doch in der 60.Minute war Schröder überwunden. Mit einem  gekonnten Heber erzielte Felipe-Marcel Böttcher das 3:0 für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Nach 62 Minuten gab es dann die einzige echte Gelegenheit für KK-Torhüter Philipp Houck, sein Können unter Beweis zu stellen. Er parierte einen Schuss von Chris  Brüggemann. Dann brachten die Rot-Blauen den Sieg, der durchaus noch höher hätte  ausfallen können, souverän ins Ziel. Für Trainer Pascal Preuß genügte der Begriff der 180-Grad-Drehung nicht, um die Leistung seiner Mannschaft zu beschreiben. Da musste schon das Bild eines Teams herhalten, dass sich „vier- oder fünfmal um die eigene Achse“  gedreht habe. Höchsten Respekt zollte Sulingens Trainer Walter Brinkmann dem TSVKK: „Die Niederlage ist absolut verdient, der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“,
resümierte der unterlegene Coach, um dann festzustellen, dass die Krähen in Sachen
Zweikampfführung, Engagement, Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen auf jeder
Position besser gewesen seien. Wenn die Mannschaft diese Attribute auch künftig in die Waagschale wirft, wenn auch in  Zukunft einer für den anderen einsteht, dann ist dem Team in dieser Saison noch einiges zuzutrauen.
Weiter geht es am Sonntag, den 15.September um 15 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim
SC Hemmingen-Westerfeld.
Mannschaft: Houck, Calò, Dosch (ab 68.Malarowski), Heineking, Schorler, Mücke (ab 81.
Hübner), Legien, Aydemir, Böttcher (ab 75.Trollmann), Kunstmann, Pombo Abondado
Trainer: Preuß
Tore: 15.1:0 Marcel Kunstmann, 17.2:0 Marcel Kunstmann, 60.3:0 Felipe-Marcel Böttcher