"Meine Beine haben total gezittert"

Das Team der Nord-West.

TSG Nord-West: umjubeltes Staffelbronze über 4 x 100 Meter Freistil

Langenhagen. Beim traditionellen Pokalschwimmfest des SV Langenhagen im Freibad Godshorn hat die TSG Nord-West Langenhagen ein schmerzfreies 14-köpfiges Team ins mit mageren 19 Grad kalte Nass geschickt: Die zwölf Mädchen und zwei Jungen verkauften sich trotz des kalten Wassers, zeitweiligen Regens und der für den Wonnemonat Mai geradezu unwürdigen Außentemperaturen von zehn bis zwölf Grad Celsius ordentlich. „Ich habe spätestens nach 75 Metern meine Beine nicht mehr gespürt“, erzählt die elfjährige Hannah Bock wahre "Schauergeschichten". Und Teamkollegin Victoria Härtwig fügte grinsend hinzu: „Bei den Starts haben meine Beine total gezittert.“ Allerdings zum Glück nicht so stark, dass die gestrengen Schiedsrichter eine Disqualifikation aussprachen.
Bei den 67 Starts der TSG-Athleten sprangen unterm Strich 24 Siege heraus. 20-mal holten sie Silber, achtmal sprang Bronze heraus. „34 neue persönliche Bestzeiten können sich angesichts der Umstände sehen lassen“, freute sich Trainerin Alexandra Härtwig. Sportler aus 18 Vereinen ließen sich von der wenig frühlingshaften Witterung und vom eiskalten Wasser nicht abschrecken.
Podestplatzierungen gab es auf den Einzelstrecken für die TSG reichlich: Wietje Riemer (Jahrgang 2001) sammelte sechs erste und zwei zweite Plätze, Victoria Härtwig (2002) sicherte sich ebenfalls sechs erste Plätze, dazu einmal Platz 2 und einmal Platz 3, Hannah Bock (2002) steuerte sechs Siege und zwei zweite Ränge bei. Lara Vujevic (2000) verbuchte zweimal den ersten, viermal den zweiten und zweimal den dritten Rang. Attis Dikty gewann zweimal und wurde ein weiteres Mal Zweiter, Selin Acar (2004) stand einmal ganz oben auf dem Treppchen und ließ noch drei zweite Ränge folgen. Ihr Zwillingsbruder Sinan belegte einen zweiten Platz. Alina Gießelmann (2005) holte einen ersten und einen zweiten Rang, Maja Lou Franke (2001) erschwamm zweimal Platz 2 und einmal den dritten Platz, Gloria Barton (2002) sicherte sich einen zweiten und einen dritten Platz.
Den Sieg in der Lagenwertung (200 und 400 Meter) sicherten sich in ihren Jahrgängen Wietje Riemer und Hannah Bock, die Schmetterlings- und die Rücken-Wertung (jeweils 50, 100, 200 Meter) entschied Wietje Riemer in ihrer Altersklasse ebenfalls für sich. Hannah Bock dagegen war in ihrer Spezialdisziplin Brustschwimmen (50, 100, 200 Meter) nicht zu schlagen. Lara Vujevic gewann die Rückenwertung in ihrem Jahrgang und belegte den zweiten Rang in der Freistilwertung. Den Siegerpokal in der Addition der Freistilstrecken erkämpften sich in ihren Altersklassen Victoria Härtwig und Maja Lou Franke.
Attis Dikty gewann im Kampf gegen seine Altersgenossen die 2003er- Mehrkampfwertung (Addition dreier 50-Meter-Strecken), Selin Acar sicherte sich in ihrem Jahrgang Rang zwei, Johanna Meyer (2003) Platz drei. Nina Marie Henning (2003) belegte einen guten fünften Platz.
Dazu gab es noch zweimal lautstark umjubeltes Staffel-Bronze über 4 x 100-Meter- Freistil (Hannah Bock, Wietje Riemer, Lara Vujevic, Victoria Härtwig) und über 4 x 100-Meter-Lagen (Victoria Härtwig, Hannah Bock, Wietje Riemer, Maja-Lou Franke), wobei sich die Mädels jeweils gegen ältere Konkurrenz behaupten mussten.
„Hut ab, wie sie sich bei diesen Temperaturen geschlagen haben", lobte Trainerin Härtwig. „Ich bin schon beim Zuschauen eingefroren."