Mit Traumtoren unter die letzten Acht

TSV KK gewinnt im Pokal – der nächste Ostermontag ist verplant

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide steht im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals. Der
Landesligist gewann am Dienstagabend beim TSV Stelingen mit 4:1.
Für das Achtelfinale hatten die Krähen den vielleicht stärksten Bezirksligisten, der sich noch im Wettbewerb befand, zugelost bekommen. Die Mannschaft steht an der Spitze der
Staffel 2 und drang in der letzten Pokalsaison bis ins Endspiel vor. So erwarteten viele der
200 Zuschauer im Stelinger Wald eine spannende Partie.
Der TSVKK kam gut aus den Startlöchern. Die Anfangsphase gehörte den Krähen, die
zielsicher nach vorne spielten und viele Zweikämpfe und Kopfballduelle für sich entschieden. Dennoch hatte der TSV Stelingen die erste aussichtsreiche Tormöglichkeit. Nach Vorarbeit von Demba Djitte scheiterte Ahmet Kaya knapp. Auf der anderen Seite wurde Mohamed Akrout kurze Zeit später kurz vor der Strafraumgrenze gefoult. Ein Fall für Philipp Schmidt. Krähenwinkels Standardexperte legte sich den Ball zurecht – und verwandelte den Freistoß
auf direktem Weg. Die Führung hatte jedoch nicht lange Bestand. Acht Minuten später
gichen die Gastgeber aus. Vorausgegangen war ein Missverständnis in der Abwehrreihe,
als Torhüter und Verteidiger sich nicht rechtzeitig einigen konnten, wer einen Ball klären
solle. So kam Ahmet Kaya an das Spielgerät, um es sogleich zum 1:1 über die Linie zu
bugsieren. Der Treffer brachte dem TSV Stelingen Auftrieb. Die Blau-Weißen kamen nun
immer besser ins Spiel, während die Krähen ihren Aktionsradius zeitweilig deutlich herunter-
gefahren hatten. Die Schüsse von Richard Leimann und Aykutalp Beser stellten KK-Torhüter
Andre Pigors allerdings vor keine großen Probleme. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff lag
der Ball dann doch im Krähenwinkeler Netz – eine Abseitsstellung verhinderte die Anerkennung
des Treffers.
Nach dem Seitenwechsel wurde der TSVKK dann wieder deutlich zielstrebiger. Einen guten
Freistoß von Philipp Schmidt konnte Stelingens Torhüter Benjamin Benkert mit einer Hand
abwehren, und ein Akrout-Tor, das von Louis Trollmann gekonnt vorbereitet worden war,
wurde wegen einer abermaligen Abseitsstellung nicht gegeben. In der 64.Minute kam es
dann zur erneuten Gästeführung. Nach einem Eckball von Philipp Schmidt von rechts köpfte
Helge Heider schulbuchmäßig ein. Die Proteste der Stelinger waren nachzuvollziehen, da
der Eckball durchaus umstritten war. Die Rot-Blauen ließen sich davon nicht beirren – und
geizten im weiteren Spielverlauf nicht mit sehenswerten Kombinationen. So setzte sich
Mohamed Akrout mit all seiner enormen Schnelligkeit und feinen Technik auf der rechten Seite
geschickt durch, den anschließenden Torschuss parierte Benkert gut. Dann spielte Helge Heider
den Ball per Kopf nach vorne, Akrout verlängerte ebenfalls per Kopf zu Oliver Pfeuffer, nach
dessen folgender maßgenauer Linksflanke Marcel Kunstmann den Ball nicht richtig traf.
In der 82.Minute war es dann so weit. Pfeuffer hatte den Ball stark erkämpft, nach rechts zu
Louis Trollmann gespielt, und Trollmann krönte seine starke Leistung, indem ihm das Kunststück
gelang, von der Strafraumkante aus ins Netz zu treffen. Als wären die drei bis dahin gefallenen
Tore der Rot-Blauen nicht schon schön genug gewesen, setzte Philipp Schmidt noch einen drauf.
Aus 40 Metern hob er den Ball über den weit aufgerücken Torhüter hinweg zum Endstand von 4:1
für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ins Netz.
Die Krähen haben es geschafft, gegen einen starken Gegner im Derby zu bestehen, dem letztmaligen
Finalisten mit großer Kampfkraft zu begegnen, eine eigene Schwächephase zu überstehen, um
dann zeitweise mit sehenswerten Kombinationen und traumhaften Toren zu glänzen.
Jetzt steht KK verdient unter den letzten Acht. Neben den Krähen stehen auch Newroz Hildesheim,
der SV Bavenstedt, der FC Sulingen, Schwalbe Tündern, der VfR Evesen und der Koldinger SV im
Viertelfinale. Hinzu kommt der Sieger der noch auszutragenden Begegnung zwischen Ramlingen/
Ehlershausen und dem OSV Hannover. Die Krähen hoffen auf ein attraktives Los, müssen sich bis
zum nächsten Pokalauftritt jedoch noch einige Zeit gedulden. Dafür dürfte nun bei allen aus dem
Umfeld der Rot-Blauen der nächste Ostermontag verplant sein. Dann nämlich, am 22.April 2019,
wird das Viertelfinale ausgetragen.
Jetzt will der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den Schwung aus den jüngsten beiden Pflichtspiel-
erfolgen nutzen, um auch im kommenden Landesligaspiel bei der TSV Burgdorf etwas mitzunehmen.
Das Spiel im Burgdorfer Stadion an der Sorgenser Straße findet am Sonntag, 23.September um 15 Uhr statt.

Mannschaft: Pigors, Hübner (ab 56.Tegtmeyer), Heider, Pfeuffer, Marre, Schorler, Schütz,
Schmidt (ab 76.Bart), Kunstmann, Trollmann, Akrout (ab 83.Reck) Trainer: Przyklenk
Tore: 14.0:1 Philipp Schmidt, 22.1:1 Ahmet Kaya, 64.1:2 Helge Heider, 82.1:3 Louis Trollmann,
90.1:4 Philipp Schütz