Mit Volldampf ins Spiel

Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt hat einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt.

AV Anhalt Bernburg – nächster Gegner des TuS Vinnhorst

Die Gäste reisen mit großer Wahrscheinlichkeit über die A2 an. Bernburg liegt an der Saale mitten in Sachsen-Anhalt zwischen Halle und Magdeburg. Die Kreisstadt des Salzlandkreises hat etwa 32.000 Einwohner.
Der ortsansässige SV Anhalt Bernburg hieß bis zur Umbenennung 1995 SV Motor Bernburg und spielte nach der Wiedervereinigung in der Saison 91/92 in der zweiten Bundesliga, musste aber nach nur einem Jahr als Vorletzter absteigen. 2001 stieg der Verein als Meister der Regionalliga Mitte wieder in die zweite Liga auf. 2009 stand der Verein nach verlorener Relegation als Absteiger fest, verblieb aber in der zweiten Liga, da anderenfalls die sogenannte Regelstärke (18 Clubs pro Liga) unterschritten worden wäre, weil die SG Wallau und HR Ortenau keinen Lizenzantrag gestellt bzw. durch Insolvenz die Qualifikation verwirkt hatten. Ein Jahr später stieg der Verein dann als Tabellenletzter in die neu gegründete dritte Liga ab, wo er seitdem spielt.
Vor dieser Saison musste Trainer Martin Ostermann einen kleinen Umbruch organisieren.
Gleich drei Leistungsträger verließen den Klub nach einem schwierigen Jahr, indem am Ende der Klassenerhalt am letzten Spieltag gelang. Kilian Kraft, in der Region Hannover kein unbekannter Name, kehrte zurück zum MTV Großenheidorn, Steffen Cieszynski (HC Aschersleben) und Max Mohs (HC Elbflorenz II), der von Bundestrainer Martin Heuberger für die U21-Weltmeisterschaft in Spanien nominiert wurde, suchten neue Herausforderungen.
Als Ersatz konnten die Bernburger drei neue Gesichter präsentieren. Es sind der halblinke Rückraumspieler Matija Pavlovic (US Saintes), der Regisseur Mislav Grgic (HMRK Zrinnjski Mostar) und Torhüter Moritz Stemmler, der bereits in der Saison 2016/17 beim SV Anhalt spielte.
Für die Gäste ist diese Partie das dritte Auswärtsspiel in Folge. Mit 2:4-Punkten ist der Saisonstart als durchwachsen zu bezeichnen. Einer Heimniederlage gegen den HSV Hannover folgten ein knapper Sieg gegen die HSG Ostsee und eine deutliche Niederlage in Schwerin. Bester Werfer in diesen Spielen war Neuzugang Grgic. Der 20-jährige Bosnier möchte sich über den SV Anhalt für ein Engagement in der zweiten Liga empfehlen.
Für den TuS ist es entscheidend, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und mit Volldampf in das Spiel zu gehen. Wenn alle den Schwung aus dem perfekten Saisonstart mitnehmen und alles geben, ist der Ausbau der Siegesserie möglich.