Mohs-Elf zeigte sich eiskalt und effektiv

Hier steht es schwarz auf weiß: Der TSV Godshorn holt sich am Waldsee den Derbysieg.
 
Ein ums andere Mal scheiterten die Krähen-Stürmer am bärenstarken Fabian Röseler. (Foto: O. Krebs)

TSV Godshorn holte sich vor 800 Zuschauern mit 2:1 den Landesliga-Derbysieg

(ok). Effektiver geht es nicht: zwei richtige Torschüsse, zwei Treffer. Eine eiskalte Torausbeute. Der TSV Godshorn entschied das Stadtderby in der Fußball-Landesliga mit 2:1 für sich. Und das noch in Unterzahl, denn Gian Luca Kasumovic hatte in der 57. Minute nach einem Foul die Ampelkarte kassiert. Doch die Gäste aus dem Westen der Stadt ließen sich von ihrer Linie nicht abbringen, standen in der Defensive stark und schlugen vorn zweimal eiskalt zu. Und sie hatten mit Torwart Fabian Röseler einen Keeper zwischen den Pfosten, der einen Sahnetag erwischt hatte, und mit einigen Glanzparaden einen Krähentreffer verhinderte. Die Gastgeber ließen im Verlauf des Spiels viele Chancen liegen, zeigten sich gerade in der ersten Hälfte spielbestimmend und feldüberlegen. Doch René Legien traf mit einem Freistoß nur den Pfosten, Halil Aydemirs Schuss klärten die Godshorner auf der Torlinie, und Felipe Böttcher scheiterte vor 800 Zuschauern eben zweimal am überragenden Röseler. Nur einmal gelang es Böttcher Röseler zu überwinden. In der 74. Minute traf er nach einem Foul an René Legien zum zwischenzeitlichen 1:1. Zuvor hatte Alexander Bönig in der 52. Minute mit einem Schuss in die kurze Ecke getroffen, KK-Keeper Philipp Houck gab beim Führungstreffer der Godshorner keine glückliche Figur ab. Die Akteure schienen sich mit diesem Unentschieden abgefunden zu haben, aber dann brach die 91. Minute an. Godshorn Mohamed Akrout, der vor einem Jahr noch die Farben des TSV KK getragen hatte, gab bei einem Konter die Vorlage für Robin Grotzke. Grotzke – vor einem Jahr noch für den SV Resse in der ersten Kreisklasse am Ball – wurde zum Matchwinner. Erst in der 70. Minute von Trainer Niklas Mohs eingewechselt, verwandelte er den Ball zum 2:1-Endstand. Die Godshorner feierten diesen Auswärtssieg im Derby nach einer starken Defensivleistung und effektivem Konterspiel ausgelassen; bei den Krähen dagegen, die viele Torchancen liegenließen, herrschte dagegen Tristesse auf der ganzen Linie. „Zum Schluss waren wir kopflos, laufen in zwei Riesenkonter. Wir haben es nicht geschafft, die Ketten durch schnelle Ballzirkulation zu sprengen“, analysierte KK-Übungsleiter Pascal Preuß treffend. Und schon hinterher: „Wir wissen jetzt, was wir trainieren müssen.“ Schon am Freitag, 27. September, steht für die Krähen ab 20 Uhr das Flutlichtspiel beim 1. FC Wunstorf auf dem Programm. Der TSV Godshorn, der jetzt mit zehn Punkten einen Zähler weniger als der TSV KK auf dem Konto hat, trifft am Sonntag auf das Schlusslicht aus Heeßel, das bislang noch keinen Punkt geholt hat. Trainer Niklas Mohs, dessen nach eigener Aussage Matchplan zu 100 Prozent aufgegangen ist, tritt allerdings auf die Euphoriebremse und warnt davor, die drei Punkte schon vorher einzuplanen. Gleich nach der Begegnung in Krähenwinkel hat er sich am Sonnabend auf den Weg nach Heeßel gemacht, um den nächsten Gegner zu beobachten. Anstoß am Godshorner Spielplatzweg ist um 15 Uhr.

TSV KK: Houck, Calò, Malarowski (ab 82. Pickert), Dosch, Schorler, Legien, Mücke,
(ab 64.Pombo Abondado), Aydemir (ab 70. Marre), Schuder, Böttcher, Kunstmann Trainer: Preuß;

TSV Godshorn: Röseler, Wittmann (ab 75.Akrout), Krause, Baxmann, M. Linnenbrink,
Joel Guerrero Diz, Buschmann, A. Bönig, Ekiz (ab 70.Grotzke), Richter (ab 63. Fürst)
Trainer: Mohs
Tore: 52.0:1 Alexander Bönig, 74.1:1 FE Felipe-Marcel Böttcher, 91.1:2 Robin Grotzke
Gelb-Rot: 57.Kasumovic (Godshorn)