MTV zeigt sein böses Gesicht

1:3-Schlappe bei der Reserve des TuS Garbsen

Auch einen Tag nach dem bitteren 1:3 bei TuS Garbsen II hatte Engelbostels Coach Marcus Bohne keine Erklärungen für die Niederlage seines Kreisligateams. "Wir haben alles vermissen lassen. Keine Struktur, kaum Laufbereitschaft. So gewinnt man keine Spiele in der Liga", so Bohne der nach dem tollen Spiel gegen Scharrel (3:0) und guten Ansätzen im Testspiel gegen den OSV, das Team schon weiter gesehen hatte. In Garbsen gingen die Hausherren bereits nach fünf Minuten in Front, als Murat Alin mit einem Querpass im eigenen Strafraum Marc Glenewinkel in Bedrängnis brachte, dessen Querschläger dann von den Grün-Weißen zur Führung genutzt wurde. Es dauerte allerdings nur weitere fünf Minuten bis Edis Bajrovic mit einem 22-Meter-Freistoß den sehenswerten Ausgleich erzielte. In der Folgezeit fanden die MTV-Kicker aber nicht in das Spiel und konnten zu keiner Zeit die Kontrolle übernehmen. Lediglich bei Standards strahlten die "Füchse" Gefahr aus. Kai Bussius hätte in Minute 36 nach einem Freistoß von Pierre Gawronski zur 2:1-Führung einköpfen müssen, als er aus drei Metern am Tor vorbeizielte. Nach einem Fehler im Spielaufbau verursachte Dennis Driemel dann in der 43. Minute einen unnötigen Elfmeter, den die Hausherren zur erneuten Führung nutzten. Nach einer lautstarken Kabinenpredigt sollten die Engelbosteler nach der Pause ein anderes Gesicht zeigen. Zwar war die Einstellung und der Wille nun deutlich besser, eine spielerische Struktur war selten zu erkennen. "Wir hatten keine Lösungen. Sind einfach mit dem Ball in irgendwelche Räume gelaufen und wussten dann nicht was wir machen sollen", so Bohne, der auch viele technische Mängel sah. Der MTV hatte in einer hitzigen Endphase zwar zwei, drei gute Chancen gegen dann dezimierte Hausherren - zwei Akteure sahen in den Schlussminuten jeweils gelb-rot- doch es sollte nicht mehr zum Remis reichen. Im Gegenteil: Mit dem letzten Angriff des Spieles konnte die TuS-Reserve nach einem Konter gar noch das 3:1 erzielen. "Wir müssen nun die Fehler analysieren und aufpassen, dass der Weg nicht wieder nach unten geht. Es stehen jetzt schwere Partien gegen die "Kellerkinder" aus Wedemark, Neustadt und Berenbostel an. Wenn wir da nicht aufpassen, verbleiben wir über Winter im Tabellenkeller und da wollen und gehören wir nicht hin", so Bohne weiter. Die Partie gegen den SC Wedemark findet am Sonntag, 27. Oktober (14 Uhr), am Stadtweg statt.
So haben sie gespielt: Skowronski, Glenewinkel, Stadtkowitz, Alin, Driemel, Bussius, Skibinski, R. Schlemon, Gawronski (Stapelfeldt), Bajrovic, Gräber (M. Schlemon)