Neuer Angstgegner

Wieder knapp vorbei: Der Ball wollte einfach nicht ins Gästetor. (Foto: O. Krebs)

Seit 30 Jahren kein Sieg gegen TSV Burgdorf

Es gab einige Mannschaften, mit denen der Fußball-Landesligist TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in den vergangenen Jahren seine Probleme hatte. Und zwar Probleme solcher Art, dass man diese Kontrahenten als Angstgegner bezeichnen konnten. Manche dieser Gegner haben diesen Nimbus zuletzt verloren. Niedersachsen Döhren, gegen den der TSVKK zuvor Niederlage um Niederlage kassiert hatte, wurde in Krähenwinkels Aufstiegssaison endlich besiegt. Gegen den SV Bavenstedt, lange Zeit ebenfalls ein Angstgegner der Krähen, gelangen in dieser Spielzeit vier Punkte.
Mit der TSV Burgdorf hat sich nun ein neuer Angstgegner herauskristallisiert. In den letzten acht  Partien blieb KK sieglos. Und auch wenn die Teams mehr als zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen Ligen spielten, weist die Gesamtbilanz dieser Begegnung den letzten Sieg des TSV KK gegen die TSV  Burgdorf vor mehr als 30 Jahren aus – im Jahr 1987 waren die Rot-Blauen zuletzt erfolgreich. Im Jahr 2019 ist es jedoch keine Schande, gegen die Burgdorfer zu verlieren. Die junge Mannschaft spielt eine überragende Saison. Nach einem großen Umbruch im letzten Sommer hatten die meisten
Experten den Burgdorfer eigentlich eine Spielzeit im Tabellenkeller prognostiziert. Stattdessen steht das Team von Trainer Holger Kaiser auf einem beachtlichen dritten Tabellenplatz. Es war ein Landesligaspiel, das nicht unbedingt auf einem besonders hohen Niveau stand. Dennoch gab es auf beiden Seiten einige vielversprechende Torraumszenen. In der Anfangsphase waren die  Krähen zweimal mit dem Glück im Bunde. Zunächst verhinderte Torhüter Jan Helms mit einer tollen Parade ein frühes Gegentor, dann gelang Christopher Marre eine starke Abwehraktion. Auf der anderen Seite landete Louis Trollmanns Rechtsschuss ein paar Minuten später am Außennetz. Es ging nun hin und her. Die bis dahin beste Gelegenheit bot sich der TSV Burgdorf
in der 13.Minute. Im Nachgang eines Einwurfs kam der Ball zu Jonas Künne, der aus bester Position wenige Meter vor dem Tor vorbei zielte. Danach verflachte die Partie zusehends. Wenig Spielfluss, wenig Kombinationen, viele Unterbrechungen. Erst in der 37.Minute wurde es wieder interessant. Felipe-Marcel Böttcher zog mit seiner enormen Schnelligkeit auf der  rechten Seite vorbei, erst Burgdorfs Keeper Norman Volber konnte Krähenwinkels Nummer 27 aufhalten. So ging es beim Stande von 0:0 in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit war gerade acht Minuten alt, da gelang den Gästen der Führungstreffer. Ein Missverständnis in der Defensive der Krähen nutzte Noel Köhler aus und traf aus dem Gewühl heraus zum 0:1. Kurz darauf brachte KK-Trainer Bernd Krajewski Yannik Reck in die Partie, und der Stürmer hatte sofort eine gute Gelegenheit, scheiterte knapp. Die Standardsituationen, die bis  dahin wenig ertragreich waren, wurden auf Seiten der Rot-Blauen nun besser. Tim Hübner  brachte einen Eckball haarscharf vor das Tor, und Christoper Marre schoss den Ball von der  anderen Eckfahne präzise zu Tristan Schmidt. Der gewünschte Effekt in Form des Ausgleichs blieb jedoch aus. Später schoss Böttcher knapp am Tor vorbei. Der TSV KK versuchte wirklich alles, um zu einem Treffer zu kommen. Doch im Strafraum fehlte immer wieder die letzte  Konsequenz und das nötige Glück, um den Ball über die Linie zu drücken. „Heute wäre  wahrscheinlich kein Ball mehr reingegangen“, sollte Bernd Krajewski denn auch nach dem  Spiel resümieren. Anders als bei den Burgdorfern. Nach einem Eckball traf Tom Hanekopf den
Ball in der 83.Minute perfekt mit dem Kopf und sorgte für den Endstand von 2:0 für die TSV  Burgdorf. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat nicht viel Zeit, sich über die Niederlage zu grämen. In einem Nachholspiel spielt KK am heutigen Mittwoch, 3. .April, um 19 Uhr auf dem D-Platz gegen den Heesseler SV.

Mannschaft: J. Helms, Marre, Pfeuffer, Bart (ab 85.Müller, Hübner, Mücke, Dosch (ab 70.Heider), T. Schmidt, Böttcher, Trollmann (ab 55.Reck), Kunstmann Trainer: Krajewski
Tore: 55.0:1 Noel Köhler, 83.0:2 Tom Hanekopf