Niederlage in letzten vier Minuten

DIE RECKEN müssen sich in Lemgo geschlagen geben

Die TSV Hannover-Burgdorf hat das Auswärtsspiel beim TBV Lemgo verloren. Bei den Ostwestfalen, die sich zwei Spieltage vor Serienende noch in akuter Abstiegsgefahr befinden, mussten sich die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer mit 23:27 (12:12) geschlagen geben. Die Partie war bis zur 56. Spielminute und dem 23:23-Zwischenstand absolut ausgeglichen, ehe DIE RECKEN in den Schlussminuten leider nicht mehr entscheidend zusetzen konnten. Trotz der Niederlage bleiben die Niedersachsen In der Tabelle weiterhin auf Platz elf. „Es war ein packender Fight, mit dem besseren Ende für den TBV Lemgo. Wir haben es in der zweiten Hälfte verpasst, einmal in Führung zu gehen“, analysierte Geschäftsführer Benjamin Chatton.
Von Beginn an schenkten sich beide Teams in der ausverkauften Lipperlandhalle nichts. Der Druck, der auf den Gastgebern lag, war merklich spürbar und die Stimmung auf den Rängen war entsprechend hitzig. „Ich habe lange nicht eine so laute Lipperlandhalle erlebt“, zollte Chatton den heimischen Zuschauern Respekt. Trotzdem bewahrten DIE RECKEN meistens kühlen Kopf im „Hexenkessel“ und hatten ihre Aktivposten vor allem in Filip Mirkulovski, Juan Andreu und Nikolai Weber. Keine Mannschaft schaffte es, sich im ersten Spielabschnitt einen größeren Vorsprung zu erarbeiten und folgerichtig ging es mit einem leistungsgerechten 12:12 Unentschieden in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild. Meistens legten die Gastgeber ein bis zwei Treffer vor, doch DIE RECKEN hatten stets eine Antwort parat und glichen wieder aus. Letztmalig gelang dies aber in der 56. Spielminute als Kapitän Torge Johannsen und Filip Mirkulovski innerhalb kurzer Zeit zum 23:23 ausgleichen konnten.
Doch Tim Hornke mit seinem neunten verwandelten Siebenmeter und ein harte Schiedsrichterentscheidung beim Stürmerfoul gegen Csaba Szücs mit Zeitstrafe im nächsten TBV-Angriff brachten die Niedersachsen endgültig auf die Verliererstraße. Finn Lemke sowie zwei Mal Rolf Hermann besorgten unter dem großen Jubel der heimischen Fans den 27:23 Endstand. „Am Ende haben wir nochmal aufgemacht, so dass das Ergebnis mit Sicherheit nicht den Spielverlauf wiederspiegelt“, sagte Benjamin Chatton.
Der TBV Lemgo konnte sich neben der Nervenstärke von Tim Hornke vor allem auf die Paraden von Dan Beutler verlassen, der nicht nur zwei Siebenmeter der RECKEN entschärfte, sondern zahlreiche Wurfchancen zu Nichte machte. Zudem war das Lemgoer Publikum, wie am letzten Wochenende auch die Fans der TSV Hannover-Burgdorf in der RECKEN-Festung, der sprichwörtliche „achte Mann“ für die Heimmannschaft.
Weiter geht es für die Niedersachsen am 3. Juni mit dem letzten Heimspiel gegen den Rekordmeister THW Kiel, bevor DIE RECKEN zwei Tage später das letzte Auswärtsduell in Melsungen bestreiten.