Rote Karte für die Athleten

Landete diesmal auf Platz zwei: Roswitha Ebel.

Besonders kritische Gehrichter bremsen Langenhagener Geher bei der DM

Der Termin für die Deutsche Meisterschaft im 5.000-Meter-Bahngehen im Düsseldorfer Waldstadion lag für die vier Teilnehmer vom LAC Langenhagen nicht gerade günstig. Hatten sie doch nach ihren beeindruckenden Erfolgen bei den Europameisterschaften in Polen und Italien ihr Trainingspensum zurückgeschraubt. Einige Konkurrenten der Langenhagener wollten nun jedoch Revanche. Das bekam Roswitha Ebel (Klasse W 50) als Erste zu spüren. Die Langenhagenerin legte zwar ein hohes Tempo vor, doch Antje Köhler aus Rastatt hing wie eine Klette an ihr. Und dann prangten auch noch schon nach dem ersten Kilometer zwei Verwarnungen wegen Gehfehlern auf der Verwarntafel. Da eine dritte Verwarnung ihre Disqualifikation zur Folge gehabt hätte, entschloss sie sich für die sichere Variante und nahm das Tempo etwas zurück. Nachdem die Langenhagenerin lange Zeit die Führungsarbeit geleistet hatte, musste sie zum Schluss Antje Köhler den Deutschen Meistertitel überlassen und sich diesmal in einer Zeit von 32:00,83 Minuten mit Platz zwei begnügen. Trotzdem freute sich Roswitha Ebel über ein weiteres Exemplar für ihre Medaillensammlung. Im nächsten Wettbewerb, der Klasse M 70, trafen die vier deutschen Teilnehmer an der Europameisterschaft in Polen erneut aufeinander. Bei der Europameisterschaft war es Hans-Peter Damitz zum ersten Mal seit mehreren Jahren gelungen, vor seinem Dauerrivalen Heinz-Jürgen Mittmann aus Berlin ins Ziel zu kommen. Über die 3.000-Meter-Distanz in der Halle hatten die beiden die Plätze sieben und acht belegt. Bei der Deutschen Meisterschaft in Düsseldorf sah der Berliner die Chance, die alte Reihenfolge wieder herzustellen. Hinter Peter Schumm aus Aachen und Felix Maier (SV Breitenbrunn) kämpfte er mit dem Mitbewerber aus Langenhagen um die Bronzemedaille. Wie seine Vereinskollegin Roswitha Ebel kassierte aber auch Hans-Peter Damitz zwei gelbe Karten. Er wollte aber nicht kampflos die in Sichtweite befindliche Medaille loslassen. Nachdem bereits zwei Teilnehmer von den strengen Gehrichtern die Rote Karte gezeigt bekommen hatten, ereilte aber nach dreieinhalb Kilometern auch den Langenhagener dieses Schicksal. Juri Ivanov (Klasse M 60) ist zwar bekannt für seinen besonders sauberen Gehstil, aber in Anbetracht der diesmal besonders kritischen Gehrichter wagte er nicht, mit um die Medaillen zu kämpfen. So ging auch er auf Nummer sicher und kam ohne Verwarnung in 32:25,75 Minuten als Fünfter ins Ziel. Birgit Komoll (W 50) befasste sich im abschließenden Wettbewerb gar nicht erst mit taktischen Fragen. Sie gab wie immer ihr Bestes und kam in 35:00,85 Minuten auf Rang vier. Die sportliche Leiterin und Trainerin beim LAC Langenhagen freute sich über die erzielte Zeit, mit der sie auch noch die Qualifikationsnorm für die nächsten Deutschen Meisterschaften um rund zweieinhalb Minuten unterboten hatte.