Saisonfinale auf der Neuen Bult

Nach dem Renntag geht es für die Pferde ins Rondell.

Der Renntag der Gestüte sorgte für viele Überraschungen

Langenhagen (lo). Fast wäre der letzte Renntag am vergangenen Sonntag auf der Neuen Bult ins Wasser gefallen. Denn knapp 160 Liter Regen kamen in den letzten zwei Wochen runter „Die Maschinen konnten nicht auf die Grasrennbahn, da es zu nass war“, sagte Gregor Baum, Präsident des Hannoverschen Rennvereins. „Daher haben wir 120 Löcher gebuddelt und wieder verfüllt.“ Sein Dank geht daher vor allem an das Rennbahnteam und alle Helfer. „Es war ein toller Job. Und es war auch wichtig, dass der Renntag stattfinden kann“, sagte Baum.
Doch der Präsident bedankte sich auch bei allen Unterstützern und vor allem den Sponsoren. „Das Rennjahr schließt heute ab, und wir haben finanziell überlebt. Das hat schon etwas zu bedeuten im Rennsport“, ist sich Baum sicher. Und das Saisonfinale mit dem Renntag der Gestüte hatte noch einmal vieles zu bieten. Bei teils sonnigem Wetter kamen insgesamt 5200 Zuschauer und konnten sich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Programm freuen.
Gerade für die Kinder gab es einiges zu entdecken. So konnten sich die kleinen Besucher unter anderem beim Mitspielzirkus Moskito austoben oder unter Aufsicht eine Laterne basteln und Kürbisse schnitzen. Wer wollte, konnte auch einmal selbst auf einem Pony reiten. Zudem konnten die Kinder auf dem Rennpferdsimulator Mister Ed testen, wie es sich auf einem echten Rennpferd anfühlt.
Auch die Garden Lounge war zum Saisonfinale wieder gesucht. Gespannt warteten die Besucher dort nach jedem Rennen auf die Sieger. Und die Rennen hatten einige Überraschungen zu bieten. Dazu zählt auch der Große Preis des Gestüts Ammerland. Dort konnte sich die von Eva Fabianova aufgebotene Lips Queen mit Jozef Bojko sensationell durchsetzen. Doch auch beim Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung gab es eine Überraschung. Die wenigsten haben damit gerechnet, dass sich Paloma Ohe aus dem Stall von Jan Korpas durchsetzen konnte. Als Favorit galt hier die englische Gaststute Belle Anglaise, doch diese enttäuschte.
Zudem gab es im Saisonfinale auch noch Heimsiege. Beim Preis der Gestüte setzte sich die von Dominik Moser trainierte Akua’maria durch. Im Adlerflug-Rennen sorgten die vor Ort trainierten Pferde dann sogar für eine Dreierwette. Galahad gewann mit Carlos Henrique für Hans-Jürgen Gröschel vor Nordinsky von Trainer Dominik Moser und Irida (Gröschel). Doppelt erfolgreich waren auch Trainer Waldemar Hickst und sein Jockey Alexander Pietsch. Beim Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen setzte sich Sidona durch, beim Preis des Gestütes Brümmerhof siegte Wildbeere. „Ich freue mich jetzt schon, Ostermontag in die neue Saison zu starten“, sagte Baum.