Schwächelnde Nordhorner kommen

Austragung bisher noch nicht gefährdet

(rt). Die Chance für den SC Langenhagen, gegen einen angeschlagenen Gegner neues Selbstvertrauen zu tanken, ist größer denn je. Falls es morgen ab 14 Uhr tatsächlich zur Begegnung gegen die spielstarke Eintracht aus Nordhorn kommen sollte, ist ein Dreier keine Utopie. Im Hinspiel, als der SCL sogar noch als Tabellenführer auflief, gab es eine eindeutige 1:3-Abfuhr. Im grauen Wettermix des neuen Jahres sieht es dagegen ganz anders aus. Nordhorn hatte sich bis ganz nach oben gekämpft, um dann in den beiden Auftaktpartien in Osnabrück (0:3) und daheim gegen Northeim (1:4) gehörig unter die Räder zu geraten. Als beste Mannschaft auf eigener Anlage kam die Pleite gegen Northeim sehr überraschend. Die technisch versierten Akteure um die alten Haudegen Zoran Milosevic (43) und Herion Novaku (34) wurden in den letzten Minuten förmlich überrannt. Das der oftmals grantelnde Trainer Shefqet Lajci entsprechende Schlüsse ziehen wird, scheint vorgezeichnet. Trotz des Rückkehrers Danny Arend, der vom Regionalligisten SF Lotte im Winter wechselte und dem Toptorschützen Steve Sam, der bereits zehn Treffer erzielte, blieb man in beiden Spielen chancenlos. Und auch gerade auswärts rissen die Nordhorner bisher keine Bäume aus. Acht Punkte aus acht Spielen sind eines Spitzenteams unwürdig. Möglich dass in den Köpfen der Spieler nur noch die Partie gegen den SV Meppen Ende März herumgeistert. Mit einer großen Werbeoffensive will man mit der „Aktion 5.000“ ebenso viele Zuschauer ins Stadion locken.
Andre Probleme taten sich jüngst bei der Jahreshauptversammlung des SCL auf. Kassenprüfer Herbert Hotje ließ in der Jahreshauptversammlung anklingen, dass die Oberligamannschaft durch einen enormen Kostenapparat zum Teil zu der finanziellen Schieflage im Verein beitrage. Ob diese Äußerung in positive Energie umgewandelt werden kann, wird sich im Spiel gegen die Nordhorner zeigen.