Schwerer Gang nach Heeslingen

Mehr Leidenschaft ist beim SCL gefordert

(rt). Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen im dritten Heimspiel des SC Langenhagen. Spannung im Spiel gegen den VfB Oldenburg kam nicht wegen der Klasse beider Mannschaften, sondern einzig wegen des torlosen Spielstandes auf. Einen Punkt gegen den favorisierten Gegner schien man schon fast sicher zu haben, als nach einem Freistoß doch alles anders kam. Der gerade ersteingewechselten Dionissios Ipsilos traf mit seinem ersten Ballkontakt zur ärgerlichen 0:1-Niederlage. Und so hieß es dann mit den üblichen Floskeln versehen, dass es ein umkämpfter aber dennoch verdienter Erfolg für den Traditionsverein war. Doch war es wirklich so? Hätte der SC Langenhangen nicht von Beginn an energischer zu Werke gehen müssen? War der Respekt nicht zu groß vor einem scheinbar übermächtigen Gegner? Tatsache bleibt, dass die Wirtz-Schützlinge den Beginn des Spiels doch sehr verhalten gestalteten. Erst nach dem Wiederanpfiff wurden die Ärmel aufgekrempelt und das Herz in beide Hände genommen. Zu diesem Zeitpunkt entwickelten die SCLer auch mehr Zugkraft in Richtung Gästetor. Was allerdings auch klar zu Tage trat, war die Harmlosigkeit vor des Gegners Gehäuse. Oldenburg war kein übermächtiges Spitzenteam und bot wenig Spektakuläres. Auffällig war nur der sangesstarke Anhang, der Schwung in das weite Rund brachte. Am Ende wurde ein wichtiger Punkt verschenkt. Diesen will die Mannschaft um Trainer Hilger Wirtz am Sonntag ab 15 Uhr im Waldstadion in Heeslingen zurückerobern. Es wird allerdings ein schwieriges Unterfangen werden. Die Truppe aus dem Landkreis Rotenburg gefiel bisher durchaus. Insbesondere in den vier aufeinanderfolgenden Heimspielen war der Mannschaft von Ex-Profi Torsten Gütschow nicht beizukommen. Es gab vier Siege. Am vergangenen Wochenende setzte es zwar ein 1:3 in Goslar, doch musste die Partie auf Grund der widrigen Witterungsverhältnisse abgebrochen werden. Hervorzuheben sind Toptorschütze Nils Laabs und Torhüter Peter Bardehle. Auch dieser Gegner scheint aufgrund des Tabellenplatzes eine Nummer zu groß für die Flughafenstädter zu sein. Sollte man jedoch mit Selbstvertrauen und Leidenschaft von Beginn an den Kampf erwidern, ist auch beim TuS ein Punktgewinn möglich.