SCL will Hinspielerfolg wiederholen

Oberliga: Heimschwache Bückeburger warten

(rt). Mit dem Glück ist das so eine Sache. Im Volksmund kann es der Tüchtige für sich beanspruchen. Nun darf sich der SC Langenhagen in den bisherigen Spielen durchaus als solch einer bezeichnen, steht er doch völlig überraschend auf einem Aufstiegsplatz zur Regionalliga. Im Verfolgerduell gegen den BSV Rehden war das Glückspotenzial allerdings kurz davor, aufgebracht zu werden. Kämpferisch und teilweise auch spielerisch setzten die Akteure von Trainer Hilger Wirtz durchaus wieder Ausrufezeichen. Es reichte gegen einen sehr kompakten Gegner jedoch nicht. Zur Hilfe kam die oftmals fahrlässige Chancenverwertung des Aufstiegsfavoriten aus dem Landkreis Diepholz. Allein Erdal Oelge hätte sein Torkonto erheblich in die Höhe schrauben können. Und es kam das Glück hinzu. Ein Kopfball an die Torlatteund ein Schuss an den Innenpfosten ließen die Hausherren kurzzeitig wackeln, allerdings nicht fallen. Hätte Yilmaz Dag die Kopfballvorlage von Torben Deppe etwas abgeklärter verwertet, wäre möglicherweise sogar ein Sieg herausgesprungen. Dies wäre dann allerdings des Guten zu viel gewesen. Glücklich war man auch nach diesem gewonnen Bonuspunkt. Zwar wieder kein Tor gegen den BSV, der im Hinspiel beim 5:0 die höchste Niederlage des SCL besiegelte, aber der Punkteabstand wurde gehalten. Dies soll auch nach dem heutigen Spiel (Anstoß um 14 Uhr) beim VfL Bückeburg so bleiben. Der Vorletzte der Liga ist auf heimischem Geläuf sogar die schlechteste Mannschaft der Oberliga. Nur gegen den VfV Hildesheim gab es einen Sieg. Das Jahnstadion scheint den Schrecken der vergangenen Jahre verloren zu haben, als sich manch Gegner sehr schwer beim VfL tat. Auch der SCL musste dies im vergangenen Jahr beim 1:3 leidvoll erfahren. Zweifacher Torschütze damals war Alexander Bremer, der bisher elf Tore erzielte. Auf ihn konzentriert sich das Offensivspiel des Aufsteigers. Dieser ging mit fast unveränderter Truppe in die neue Saison, in der nur der Nichtabstieg das Ziel sein kann. Schon im Hinspiel war der SCL haushoch überlegen und siegte mit 4:0. Trainer Timo Nottebrock erkennt die Leistung des Gegners an. „Der SCL hat eine gute Truppe zusammen. Nach dem zweiten Saisonspiel war dies so nicht zu erwarten. Trotzdem wollen wir Revanche für die Niederlage." Die Rollenverteilung ist klar bestimmt. Im letzten Spiel vor der zweimonatigen Winterpause zählt für die Gäste nur der Sieg. Und der sollte auch ohne Glücksmomente möglich sein.