Sechs-Tore-Führung reicht nicht

Alte Herren: HSG unterliegt TSV Barsinghausen mit 23:26

Mit hängenden Köpfen saßen die Spieler um Teamchef Thomas Kwiotek nach dem Spiel in der Kabine. So richtig verstehen konnte keiner, was in den letzten 15 Minuten dieser Partie abgelaufen ist. Die HSG Langenhagen verlor Ihr erstes Heimspiel in der Regionsoberliga nach eine 13:8-Pausenführung noch mit 23:26 und verpasste die große Chance, den Meisterschaftskandidaten Nummer 1 schon früh aus dem Rennen zu werfen. Als Aufsteiger war die 1. Alte Herren auf den Gegner aus Barsinghausen gespannt. Thomas Kwiotek stellte die Mannschaft auf die harte Gangart der Deister-Mannschaft ein. Allerdings kamen die angesetzten Schiedsrichter aus Burgdorf nicht – haben sie vielleicht die 1. Mannschaft in der Bundesliga bewundert? Stanislav Schukin von der HSG sprang ein. Er pfiff das Spiel mit einer guten Leistung und konsequent durch. Die Anfangsphase war von nervösem Abtasten geprägt, und keine Mannschaft konnte sich bis zum 4:4 absetzen. Die Abwehr agierte nun sehr zuverlässig, und die HSG Langenhagen setzte sich über 6:4 auf 9:5 ab. Sehenswerte Angriffe, Selbstdezimierung der Gäste und tolle Paraden von Frank Gerke trugen zur beruhigenden Pausenführung 13:8 bei. Bis zum 17: 11 hatte der Gegner kein Mittel gefunden, die Angriffe der HSG zu unterbinden. Beim Stand von 20:15 verloren die Barsinghäuser ihren zweiten Spieler. Anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, brachen die Aktivitäten im Angriff ab der 45. Minute völlig ein. Die druckvollen Spielzüge und das Durchsetzungsvermögen im Angriff war nicht mehr gegeben. Der Gegner konnte sich auf das einfallslose Spiel der HSG leicht einstellen, und auf 19:20 verkürzen. Bei starker Gegenwehr agierte die Abwehr um Reiner Colberg nur noch halbherzig. Das hatte einige unnötige zwei- Minuten-Strafen und den Ausgleich zum 21:21 zur Folge. Die vielen Ballverluste im Angriff machten es dem Gast leicht, das Spiel mit 26:23 zu gewinnen. Die Handballweisheiten „das Spiel dauert 60 Minuten“ und „nur wer Tore wirft kann gewinnen“ (drei verworfene Siebenmeter) trafen gnadenlos zu.
Es spielten: im Tor Frank Gerke, Reiner Colberg;
Jörg Glöckner (4), Heiko Friedrichs (4), Markus Sauer (3), Dirk Möller (3), Toni Knöchel (2), Ingo Bärtling (2), Jacob Brix (2), Karsten Schwanke (1), Thomas Pauli (1), Carsten Böhme (1), Michael Moritz , Carsten Milark.