Sichtung der Talente

Eine schöne Impression boten die Athleten, als sie an der Mahnung "Langsam fahren" vorbei sausten.

Radsportelite fuhr in Kananohe

Die Anlieger waren schon vorab per Brief informiert über das U17-Bundes-Sichtungsrennen im Einzelzeitfahren am vergangenen Sonnabend. Und sie wußten, daß - wie in den Vorjahren auch - die jungen Rennfahrer die Straßen belegen mit Wohnmobilen, Kleinbussen und Pkw, in denen sie aus ganz Deutschland anreisen. Später, vor dem Start, sitzen sie auf der sogenannten Rolle, um sich warm zu fahren für die etwa zehn Kilometer lange Fahrt auf der Kananoher Straße bis zur Wendemarke an der Landstraße nach Resse und zurück.
Der RC Blau-Gelb Langenhagen hatte die Stecke abgesperrt, hatte den Wagen für den Wettfahrausschuß und eine Startrampe aufgestellt, das Ziel markiert und einen Sprecher eingesetzt, der Rennfahrer und Publikum informierte. Zahlreiche Helfer waren an den Zufahrten der Kananoer Straße zur Streckensicherung aufgestellt, neben Vereinsangehörigen auch Mitglieder der Langenhagener ADFC-Gruppe und hannoverscher Radsportvereine. So verlief das Rennen dann auch unter Führung des Blau-Gelb Vorsitzenden Klaus Tast und mehrerer Familienmitglieder für die nötigen Zusatzaufgaben ohne Zwischenfälle. Mitglieder der „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“ waren nicht vertreten. Im Augenblick befinden sich keine Fahrer in dieser Altersklasse. Der Sieger kam aus Grimma, der Zweite aus Cottbus und der Dritte aus Düsseldorf. Nach den 102 U17-Fahrern starteten noch knapp 20 Senioren überwiegend aus Norddeutschland, die sonst selten Gelegenheit haben, bei einem Einzelzeitfahren zu starten.
Die übrigen radsportlichen Ereignisse: Für die Rodieck-Zwillinge ging die Saison mit einem Bundesligarennen in Cottbus zu Ende. Dabei wurde Wiebke gegen starke Konkurrenz Dritte und Inga 16.
Wiebke errang damit auch Platz eins als beste Nachwuchs-Fahrerin der Bundesliga-Frauen. Ein weiteres gutes Ergebnis erzielte Louis Wilhelm in Flintbek mit Platz zwei.
"Während für einige Fahrer noch Rennen ausstehen, werden die Rodiecks einen mehrwöchigen Urlaub in Kanada ohne ihre Rennmaschinen verbringen, bevor sie - sofern alles klappt - mit einem Medizinstudium beginnen", berichtet Walter Euhus vom Randsport-Club Blau-Gelb.