Sparta am Hasenberge abgeschossen

Thomas Möller verhindert bei der 2:6-Niederlage Schlimmeres

Es bleibt dabei: Die Spartaner liefern seit Jahr und Tag bei ihren Gastspielen in Garbsen auf dem Sportgelände Am Hasenberge mehr oder weniger kampflos die Punkte ab. Dabei hatten die Platzherren diesmal sogar der Austragung auf ihrem gut bespielbaren Rasenplatz den Vorzug gegeben und den Schwarz-Gelben die höchst ungeliebte Plastikwiese erspart. Eine Woche nach dem überraschenden Erfolg im Derby gegen den Tabellenführer TSV Godshorn standen die Vorzeichen für das Team von Cenk Onulmaz diesmal allerdings von Vornherein alles andere als positiv. Auf vier Positionen musste gegenüber der Vorwoche umgestellt werden und der Einsatz von Benjamin Einenkel, der trotz schmerzhafter Rippenprellung zunächst auflief, war bereits nach knapp zehn Minuten verletzungsbedingt beendet. Für ihn kam fortan der A-Jugendliche Marcel Damerius zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Garbsener bereits mit 1:0 in Front (3. Minute). Der Stellungsfehler im Anschluss an eine Ecke sollte an diesem Tage symptomatisch für Spartas Spiel sein. Geradezu in Verzückung geriet SC-Coach Doppke knapp 20 Minuten später, wenngleich sein Ausspruch „unsere Standards sind Weltklasse!“ wohl eher der Situation geschuldet war, dass die Elf vom Silbersee bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld mehr als schläfrig reagierte und wohl selbst dem Leder den finalen Kick zum 2:0 gab. Irgendwie musste man den Eindruck gewinnen, dass die Spartaner den verfrühten Beginn bedingt durch die Umstellung auf Sommerzeit wohl nicht so recht verinnerlicht hatten. Der Anschlusstreffer von Blend Haxhija durch einen artistischen Scherenschlag fast mit dem Halbzeitpfiff ließ zumindest etwas Hoffnung aufkommen. Diese wurde jedoch fünf Minuten nach Wiederbeginn durch eine Rote Karte gegen Marcel Damerius wegen angeblichen Handspiels jäh getrübt. „Ich bin doch nur angeschossen worden“ jammerte der Youngster wohl zu Recht. Die sich danach auftuenden Lücken in der Abwehr Spartas ließen Böses erahnen und binnen dreier Minuten feierte SC-Stürmer Daniel Makresie mit einem blitzsauberen Hattrick ein geradezu sensationelles Erfolgserlebnis – sehr zum Leidwesen des machtlosen Thomas Möller. Zwar gelang Maurizio Meloni eine Resultats-Verbesserung (78.) zum 5:2, doch Christian Corduan stellte in der 86.Minute den Endstand her.
Dem dezimierten Kader von Cenk Onulmaz steht am Sonntag um 15 Uhr eine weitere unangenehme Aufgabe in Kolenfeld bevor. Die dortigen TSVer haben den Spartanern bereits im Hinspiel beim 1:1 zu schaffen gemacht und sind zuletzt recht erfolgreich aufgetreten, unter anderem beim 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Poggenhagen.

Sparta: Thomas Möller; Emre Geltetik , Benjamin Einenkel (ab 10. Min. Marcel Damerius), Marc-Philipp Wilsch, Henrik Wolf, Christian Recht (36. Yavus Agirman), Maurizio Meloni, Cenk Onulmaz (73. Min. Richard Karaktschi-Ogly), Blend Haxhijo, Frank Damitz, Sascha Besser.