Sparta feiert vorzeitig Wiederaufstieg

3:2 - TSV Mariensee-Wulfelade wehrt sich lange

„Aufsteiger, Aufsteiger“, schallte es am vergangenen Sonntag kurz vor 17 Uhr weit hörbar aus vielen Kehlen über das Sportgelände am Silbersee. Dort hatten Spieler, Trainer und Betreuer auf dem A-Platz einen Kreis gebildet, sangen und tanzten dabei ausgelassen. Den Grundstein für diese Jubelarie hatte das Team des Trainer-Duos Achim Marek/Bernd Burgmüller zuvor im Verlauf von neunzig spannenden Minuten gelegt, als mit einem 3:2-Erfolg bereits am fünftletzten Spieltag der Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht wurde. Wie es sich für einen solchen Anlass gehört, gab es natürlich auch für beide Übungsleiter eine obligatorische Bier-Dusche; ob es sich dabei wie beim FC Bayern um Weißbier gehandelt hat, ist nicht überliefert! Bei zwölf Punkten Vorsprung vor dem Tabellendritten TSV Stelingen II hätte dieser zwar theoretisch noch die Chance gleichzuziehen, allerdings zählen seit dieser Saison in einem derartigen Fall die Ergebnisse des direkten Vergleichs und dort liegt Sparta mit zwei Siegen vorn. Nun gilt die Konzentration den finalen vier Spielen, in denen auch die Staffelmeisterschaft gegen den Verfolger vom TSV Bokeloh perfekt gemacht werden soll.
Weitaus schwieriger als erwartet entwickelte sich für die Schwarz-Gelben die Begegnung mit der der Truppe aus dem Klosterdorf, die in der Rückserie bei drei Unentschieden sowie fünf Erfolgen noch ungeschlagen anreiste. Zwar warteten die Spartaner mit einem furiosen Start auf, bei dem die Angreifer Manuel Michaelis und Dennis Rossmann ihre Spiellaune unter Beweis stellen konnten, einzig zu einem Treffer reichte es trotz guter Einschussmöglichkeiten nicht. Auf der Gegenseite gab es in der 23. Minute eine Schrecksekunde für die Hausherren, als Jan Enders für Mariensee bei einer Großchance das Spielgerät völlig freistehend am langen Pfosten vorbeischob. Es schien, als hätte diese Szene die Silbersee-Elf aus ihrer vorübergehenden Lethargie aufgerüttelt, denn fortan war in allen Mannschaftsteilen deutlich höhere Konzentration zu spüren. Für den verdienten Lohn, sprich das
Führungstor, sorgte Stanislaus Vetter in der 33. Minute. Er benötigte dafür allerdings zwei Anläufe, wobei er im Nachsetzen einen zurückspringenden Ball per Kopf in die Maschen beförderte. Trotz anhaltender Dominanz ging es lediglich mit diesem knappen Vorsprung in die Pause, aus der die Gäste
ganz offensichtlich frisch motiviert herauskamen. So erklärte sich auch der schnelle Ausgleich sieben Minuten nach Wiederanpfiff, bei dem Spartas Abwehr vom antrittsschnellen Tobias Joerges förmlich überrannt wurde. Den bisherigen Spielverlauf vollends auf den Kopf stellte dann weitere zwei Minuten später sein Namensvetter Tobias Schröder, der einen hohen Freistoß völlig ungestört zum 1:2 einnicken konnte. Sollte nun etwa eine weitere Heimniederlage gegen ein vermeintlich schwächeres Team drohen? Als wahrer Glücksgriff sollte sich in dieser Phase die Einwechselung von Waldemar Reimche entpuppen. Als kleinster Spieler im Strafraum stand er bei einer Flanke von Vetter goldrichtig und köpfte zum Ausgleich ein. Mit der Hereinnahme von Arda Evrem versuchten die Schwarz-Gelben in der Folge ihre Durchschlagskraft im Angriff weiter zu erhöhen, stießen dabei jedoch immer wieder auf eine geschickt gestaffelte Deckungsreihe, die nur wenige Gefahrenmomente zuließ. Spartas Herr der ruhenden Bälle, Dennis Schweer, zielte mit einem 20-Meter-Freistoß in der 72. Minute zu genau und traf nur den Querbalken. Gut nur, dass er damit sein Pulver noch nicht verschossen hatte, denn
seinen gefühlvollen Eckball neun Minuten vor dem Abpfiff verwertete Rossmann reaktionsschnell zum viel umjubelten 3:2-Siegtor. Vetter und Michaelis standen gegen die nun offensiver operierenden TSVer bei Kontern sogar noch vor weiteren Treffern. Evrems Einsatz war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder beendet und die Mannschaft hofft nun mit ihm, dass sich die erste Diagnose Bänderriss im Knöchel nicht bewahrheitet.
Eine Partie mit besonderer Note steht am Sonntag um 15 Uhr im Neustädter Ortsteil beim SV Esperke bevor. Waren es doch die Gastgeber, die der Silbersee-Elf im Hinspiel eine überraschende 2:4-Heimniederlage beibrachten. Esperke befindet sich in akuter Abstiegsgefahr und wird alles daran setzten, die blütenweiße Auswärtsbilanz der Spartaner mit zehn Siegen zu brechen.
Aufstellung Sparta: Marcel Quarg; Sven Hoffmann, André Lange, Levent Sönmez (57.Min. Waldemar Reimche), Kai-Carsten Stock, Daniel Hupp (67. Minute Arda Evrem/84. Minute Thomas Puscher), Alexander Kuba, Stanislaus Vetter, Dennis Schweer, Manuel Michaelis, Dennis Rossmann.