Sparta trifft das Tor nicht

0:4 beim TuS Garbsen II: Talfahrt hält an

„Hätte, wenn und aber zählen nicht mehr, jetzt müssen in den kommenden Spielen unbedingt noch einige Zähler her!“ Spartas Coach Bernd Burgmüller wollte nach der klaren Schlappe nichts beschönigen. Angesichts der Tatsache, dass die derzeit noch hinter seiner Mannschaft rangierenden Vereine fleißig punkten, muss sich die Silbersee-Elf in den verbleibenden fünf Begegnungen auf einen harten Kampf gegen den Abstieg aus der Kreisliga einstellen. Wenn es nach dem Trainer- Gespann Schmeisser/Burgmüller gegangen wäre, sollte mit dem Punktesammeln eigentlich bereits in der Partie bei der Garbsener Reserve begonnen werden. Allerdings war man gewarnt, denn zuletzt legten die Gastgeber eine Serie von vier Siegen hintereinander hin. Dies sicher auch dem Umstand geschuldet, dass Verstärkung aus dem eigenen Bezirksliga-Aufgebot geholt wurde. So auch am Sonntag, als immerhin fünf Aktive aus der „Ersten“ aufliefen. Mit der taktischen Maßnahme, die Räume in der eigenen Hälfte eng zu machen und sozusagen einen gut organisierten Sperrgürtel vor dem Strafraum aufzubauen, hatten die flinken Angreifer des Tabellenvorletzten zunächst ihre Schwierigkeiten. Einzig ein Pfostenschuss von Kevin Thimm gefährdete Spartas Gehäuse während der an Höhepunkten armen ersten Halbzeit. Ein gleiches Missgeschick erfuhr auch Dennis Schweer mit einem Lattentreffer in der 26. Minute. Alle guten Vorsätze der Schwarz-Gelben, auch im zweiten Abschnitt auf Kurs zu bleiben, fanden in der 51.Minute ein jähes Ende. Der von Can Hermerding aus gut 20 Metern getretene Freistoß fand vorbei an Spartas schlecht postierter Mauer den Weg ins kurze Eck zum 1:0. Der gleiche Spieler setzte nur 60 Sekunden später noch einen drauf. Auch bei diesem Treffer schien die Zuordnung nicht zu stimmen. Die bis dahin eher lahmende Offensive sollte durch die Einwechselung von Steven Schmeisser, Emre Geltetik und Erhan Cilbo nach einer Stunde belebt werden und tatsächlich entwickelten die Spartaner fortan auch größere Gefahr vor dem TuS-Tor. Arda Evrem bot sich sogleich eine Doppelchance, die zunächst am Torhüter und danach am Pfosten scheiterte. Als Evrem im Strafraum regelwidrig gebremst wurde, entschied der souverän leitende Schiri aus Egestorf auf Elfmeter (78.). Dennis Schweer fand jedoch in Keeper Hendrik Kolms seinen Meister. Wie man es besser macht, bewies auf der Gegenseite erneut Hermerding , der seinen dritten Torerfolg mit einem perfekten Salto à la Mame Diouf feierte (85. Minute). Nur noch statistischen Wert hatte das 4:0 durch Max Hepner. Bedenklich nur, dass Garbsen wiederum nur eine Minute für beide Treffer benötigte.
Mit den Germanen aus Helstorf stellt sich am Sonntag um 15 Uhr ein Team aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld an der Emil-Berliner-Straße vor. Für die gebeutelten Spartaner wäre wohl bereits die Wiederholung des Remis (2:2) aus dem Hinspiel ein Erfolg.

Sparta: Tobias Lissner; Tobias Sauermilch, Marcel Damerius, Dennis Schweer, Jeffrey Stock, Frederick Krell, Arda Evrem, Alexander Brandt, Dietmar Modjesch (60. Minute Erhan Cilbo), Matthias Pollmann (63. Minute Emre Geltetik), Samet Korhut (60. Minute Steven Schmeisser).