Sparta verpasst Überraschung

Spätes Tor lässt Berenbostel jubeln

DJK Sparta – TSV Berenbostel 0:1 (0:0) - „Erst fehlte das Glück und dann kam auch noch Pech dazu!“ Das Resümee von Spartas Urgestein Erich Dehnert nach Spielschluss wäre bei Jörg Wontorras Fernseh-Fußball-Stammtisch Doppelpass glatt drei Euro für das Phrasenschwein wert gewesen. Anerkennende Worte fand diesmal auch das Trainer-Tandem Schmeisser/Burgmüller für ihr Team, das sich leider nicht für eine kämpferisch hervorragende Leistung belohnen konnte. Über weite Strecken waren die Schwarz-Gelben dem Tabellenzweiten durchaus ebenbürtig und der ausgelassene Jubel der Gäste beim Abpfiff ließ nur erahnen, was Ihnen dieser schwer errungene Dreier bedeutete.
Die Elf vom Silbersee hatte erneut Routinier Björn Krüger in der Defensive aufgeboten und im Mittelfeld erstmals den zurückgekehrten Emre Geltetik nach seinem Intermezzo bei TSV Limmer wieder dabei. Trotz eines böigen Gegenwindes setzten die Platzherren zu Beginn die ersten Akzente, wobei ein strammer 20m-Schuß von Frederick Krell dem TSV-Keeper Kevin Feldmann einige Probleme bereitete (8.Min.). Die favorisierten Gäste benötigten eine gut zwanzig minütige Anlaufzeit, um ihrerseits das von Tobias Lissner wiederum sicher gehütete Sparta-Gehäuse in Gefahr zu bringen. Das Eckenverhältnis von 8:2 zu Gunsten von Berenbostel bis zur Halbzeit bescheinigte ihnen zwar eine leichte Dominanz, allerdings schien die Ausführung von Standardsituationen nicht unbedingt eine Stärke zu sein. Das torlose Remis beim Seitenwechsel ließ also noch einiges erhoffen, zumal die Spartaner fortan mit Windunterstützung rechnen konnten.
Aus einer sicher stehenden Deckung verlegten sich die Platzherren nun auf schnelle Konter über den wendigen Arda Evrem, der im Zusammenspiel mit Alexander Steinpreis mehrfach für Alarm im Strafraum des Tabellenzweiten sorgte. Vehement forderten die Schwarz-Gelben in der 63.Minute nach einer harten Attacke an Evrem einen Elfmeter, doch der Pfiff des ansonsten souveränen Unparteiischen blieb aus. Auf der Gegenseite zeigte Lissner eine Glanzparade bei einem Schuss von Daniel Gramer aus Nahdistanz.
Im Verlauf der letzten Begegnungen leistete sich die Silbersee-Elf stets während der letzten Viertelstunde eine unerklärliche Schwächeperiode und so blickte man mit gewissem Unbehagen auch diesmal auf die Schlussphase der bis dahin ausgeglichenen Partie. Eine wahre Tor-Flut gab es zwar nicht, aber wiederum einen letztlich entscheidenden Gegentreffer. Diesen setzte Berenbostels Mannschaftsführer und Co-Trainer Matthias Drozdz in der 77.Minute. Alle Anstrengungen, zumindest doch noch einen Punkt zu retten, blieben ohne Erfolg, zumal Evrem Pech mit einem Schuss an den Innenpfosten hatte und somit das eingangs erwähnte Fazit voll und ganz bestätigte.
Über Ostern ist Sparta spielfrei und erwartet danach den TSV Poggenhagen zum Rückspiel am Silbersee.

Aufstellung: Tobias Lissner; Tobias Sauermilch (46.Min. Dietmar Modjesch), Jeffrey Stock, Björn Krüger, Andrews Asare, Alexander Brandt , Frederick Krell (84.Min. Marcel Kamp), Dennis Schweer, Alexander Steinpreis, Arda Evrem, Emre Geltetik (74.Min. Marcel Damerius).