Sparta weiter im Abstiegskampf

1:1: Fußball-Magerkost beim Remis gegen Luthe

Fünf dramatische Nachspielminuten änderten nichts an der Tatsache, dass sich die zahlreichen Anhänger nach dem Abpfiff enttäuscht auf den Heimweg begeben mussten. Eine tolle Rettungstat des noch von einer Fußblessur gehandicapten Tobias Lissner gegen Luthes Levin Bommert (93. Minute), Arda Evrems hundertprozentige Torchance im Gegenzug sowie ein nicht anerkannter Treffer Ndjtous quasi als allerletzte Aktion konnten kaum versöhnlich stimmen. Natürlich ging für beide Teams in diesem Duell gegen den drohenden Abstieg aus der Kreisliga um sehr viel, aber etwas mehr Niveau und Spielkultur hätte man dennoch erwarten dürfen. Über die gesamte Spielzeit blieben die Akteure nahezu alles schuldig und lieferten mit ihrem Auftritt lediglich den Beweis dafür, dass sie zu Recht im Tabellenkeller angesiedelt sind. „Da hätte ich mit meinen 50 Jahren ja noch mithalten können“. Der Anmerkung von Spartas Ralf Neumann, ehemals langjährige Stütze zu längst vergangenen Bezirksoberliga-Zeiten und jetzt bei den Alt-Senioren aktiv, ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Entsprechend war auch das Trainer-Tandem Schmeisser/Burgmüller missgestimmt, wenngleich beide die Lage am Tabellenende bei vier Punkten Vorsprung und zwei verbleibenden Partien gegen Wacker Neustadt und die Reserve des TSV KK nicht dramatisieren wollten.
Selbst die stimmungsvolle Unterstützung durch Spartas 3.Herren, am Spielfeldrand so zu sagen als Fankurve aufgestellt, konnte den unkonzentriert und gehemmt wirkenden Schwarz-Gelben keine Flügel verleihen. Fehlpässe en Masse auf beiden Seiten ließen kaum Spielfluss aufkommen. Dementsprechend rar waren auch echte Torraumszenen gesät, von denen die schwarze Perle des TSV im Sturmzentrum, Alphonse Ndjtou, eine zum Führungstreffer in der 23. Minute verwertete. Ein nachträgliches Hochzeitsgeschenk hätte sich Jung-Ehemann Christian Recht unmittelbar vor dem Seitenwechsel machen können, sein Kopfball flog jedoch knapp über den Querbalken.
Trotz lautstarker Kabinenpredigt knüpften die Spartaner im zweiten Abschnitt weiterhin an die farblose Vorstellung des ersten Durchgangs an. Dabei war die Gegenwehr der Gäste eher verhalten zu nennen – Abstiegskampf geht eigentlich anders! Einzig Andrews Asare versuchte seiner Elf immer wieder Impulse zu geben und bestach nicht nur im Zweikampfverhalten sondern ebenso mit unermüdlichem Vorwärtsdrang. Zu einem Zeitpunkt, als die Gäste gedanklich wohl schon mit einem Dreier rechneten, glückte Dennis Schweer mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze der umjubelte Ausgleich (71. Minute). Zu mehr reichte es allerdings nicht und dass es in Anbetracht des Gebotenen auf dem Rasen für beide Mannschaften zumindest einen Punkt gab, war das einzig Positive an diesem Nachmittag.
Beim Drittletzten Wacker Neustadt steht Sparta am Sonntag um 15 Uhr ein schwerer Gang bevor. Die Platzherren stehen mit dem Rücken zur Wand und benötigen unbedingt einen Sieg während die Silbersee-Elf bereits mit einem Unentschieden gerettet sein könnte.
Hilfreich dabei wäre, wenn die derzeit noch gesperrten Offensivkräfte Björn Krüger und Alexander Steinpreis bei der anstehenden Sportgerichtsverhandlung die sofortige Spielfreigabe erhielten.
Aufstellung: Tobias Lissner; Tobias Sauermilch (46. Minute Dietmar Modjesch), Christian Recht, Andrews Asare, Alexander Brandt, René Salato, Dennis Schweer, Frederick Krell, Arda Evrem, Emre Geltetik , Samet Korhut (46. Minute Josh Szmeichel/69. Minute Ebenezer-Kingston Addico).
.