Streng an die Strategie gehalten

JC Godshorn: Natascha Jastrzemski auf der Deutschen Meisterschaft

Eine riesige Atmosphäre erwartete die Judokas aus Godshorn bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen U17. Fünf Mattenflächen lagen im 2000 Quadratmeter großen Innenteil der Nürburgringarena direkt am Nürburgring in der Eifel, umsäumt von Tribünen, die Platz für 3.500 Zuschauer bieten. Natascha Jastrzemski vom Judo-Club Godshorn war sichtlich beeindruckt von der großen Kulisse, in der sie ihr Können zeigen sollte. Nachdem die 250 Athletinnen geordnet nach allen 16 Bundesländern einmarschiert waren, spielte nach den offiziellen Ansprachen ein Blasorchester die Nationalhymne. Direkt im Anschluss daran begannen für Natascha auch schon die Kämpfe bis 48 Kilogramm. In der ersten Begegnung traf sie auf Carolin Tietz aus Sachsen. Natascha hielt sich streng an die mit Trainer Wilfried Kolloch abgesprochene Strategie und übernahm auch im Laufe des Kampfes immer mehr die Kontrolle im Standkampf. Carolin Tietz konnte dann allerdings eine Aktion von Natascha für sich nutzen und einen Wazaari erzielen. Im direkt folgenden Bodenkampf zögerte Natascha etwas zu lange und geriet in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte. In der nächsten Begegnung ging es gegen Romy-Lia Amelung aus Nordrhein-Westfalen. Diesen Kampf verlor Natascha nach gut einer Minute, ebenfalls in der Bodenlage. "Die Strategie in diesem Kampf war schon goldrichtig, Amelung war allerdings noch kräftiger als erwartet. Natascha konnte da noch nicht gegenhalten", so die Analyse vom Trainer nach dem Kampf. "Wie auch immer, Natascha ist hier schon sehr gut aufgetreten, auch wenn sie nicht gewinnen konnte. Wir wissen wo unsere Schwächen liegen und arbeiten daran, diese auszumerzen." Natascha selbst sagte nach den Kämpfen: "Ich hatte einige gute Aktionen und hätte hier schon sehr gern wenigstens einen Kampf gewonnen. Für mein erstes Jahr in der U17 bin ich allerdings mit dem Ergebnis zufrieden." So äußerte sich auch der Landestrainer Holger Scheele. In dem sehr starken Teilnehmerfeld holte Niedersachsen mit 20 Teilnehmerinnen in neun Gewichtsklassen ohnehin "nur" zwei Bronzemedaillen . Am besten haben Bayern, Brandenburg und Würtemberg bei dieser Meisterschaft abgeschnitten.