Titelkämpfe im Judo zum Saisonende

Gut drauf: Fiona Fischer bei der Einzelmeisterschaft. (Foto: Foto: Privat)

Fiona Fischer mit ausgeglichener Bilanz

Fiona Fischer kann ihre erste Deutsche Einzelmeisterschaft bei den Junioren mit einer ausgeglichenen Bilanz abschließen. Erst eine Woche zuvor konnte sich die 17-Jährige im Limit bis 57 kg in ihrer Altersklasse U18 zur Deutschen Meisterin küren. Nun hieß es für die Godhornerin bei dem nationalen Höhepunkt der U21 weitere Wettkampferfahrung zu sammeln. Nach einem Freilos kam es im ersten Kampf gegen Nehle Wakup (NRW) gleich zu einem harten Duell. Fiona versuchte mit ihrer Spezialtechnik durchzukommen, konnte aber gegen die hochgewachsene Gegnerin nicht punkten. Da sie die Aktivere war, ging es mit zwei Strafen für Wakup in den Golden Score. In einem spannenden Duell auf Augenhöhe erhielt Fiona ebenfalls zwei Shidos und nach einer fast zehnminütigen Kampfzeit die dritte Strafe und somit das knappe Aus in der Hauptrunde. In der Trostrunde gewann sie dann mit einem Blitzangriff, nach zehn Sekunden gegen eine bayerische Athletin und auch gegen die letztjährige, drei Jahre ältere Deutsche Meisterin Yara Slamberger aus Sachsen gelang ihr ein vorzeitiger Sieg. In der folgenden Begegnung traf sie auf ihre Vereins- und Trainingspartnerin Laila Göbel vom Judo-Team Hannover. Gegen die Freundin, die erst letzte Woche mit einer Bronze Team-Medaille von der Junioren Weltmeisterschaft zurückgekehrt war, wurde es nochmals spannend. Ein Wazari-Führung wurde vom Kampfgericht zurückgenommenen und Fiona unterlag letztendlich mit Ippon gegen die erfahrene U21-Bundeskaderkämpferin. Mit einem neunten Platz kann sie als Youngster bei diesem Wettkampf jedoch zu frieden sein und für 2022 positiv der neuen Altersklasse entgegen blicken.