Tobias Lissner rettet den Sieg

3:2: zahme Spartaner in der Wedemark erfolgreich

War der Sieg der DJK-Elf in der nördlichen Landkreisregion an sich schon etwas überraschend, so ist die Art und Weise wie dieser Erfolg zustande kam, wohl mehr als nur eine Randnotiz wert. Beim in der Fairnesstabelle unangefochten vorn liegenden SCW handelten sich die Spartaner lediglich einmal Gelb ein, während die Platzherren gar drei Verwarnungskarten kassierten. „Zwar gibt es dafür keinen Bonuspunkt, aber der Geist und die Disziplin der neu gebildeten Truppe zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind das Rüpel-Image der Vorrunde abzulegen!“ Unisono lobte das Trainer-Duo Schmeisser/Burgmüller nach dem Abpfiff die eigene Truppe für den in doppelter Hinsicht erfolgreichen Auftritt. Angesichts der Konstellation im unteren Tabellendrittel hält dieser Dreier die Schwarz-Gelben momentan auf gebührendem Abstand zu den drei Abstiegsplätzen, jedoch müssen sportliche Rückschläge der völlig umgekrempelten Mannschaft in den kommenden Wochen durchaus einkalkuliert werden. Die Gastgeber hatten in ihrem ersten Pflichtspiel nach der Winterpause zunächst einige Anlaufschwierigkeiten, während die Elf vom Silbersee mit Schwung und Elan die Offensive suchte. Dennis Schweer zog dabei im Mittelfeld geschickt die Fäden und bereits in der zwölften Minute nutzte der wiederum sehr agile Alexander Steinpreis eine bilderbuchmäßige Vorlage zum 0:1. Die Führung stärkte das Selbstvertrauen und man blieb auch in der Folge am Drücker. Björn Krüger, der seinem Gegenspieler manches Rätsel aufgab, legte wiederum gekonnt von Schweer bedient, den zweiten Treffer eine Viertelstunde später nach. Als sich Wedemark kurz darauf mit dem Anschlusstreffer durch Alexander Krampe zurück ins Spiel meldete, schienen die Spartaner etwas aus dem Rhythmus zu kommen. Nur gut, dass der Auftrieb, mit dem der SCW fortan zu Werke ging, durch den Pausenpfiff gestoppt wurde.
Wenn man im Fußballgeschehen von einem psychologisch besonders wichtigen Zeitpunkt spricht, dann haben die Langenhagener wohl punktgenau getroffen. Nämlich als passende Antwort auf neu aufkeimende Hoffnungen der Wedemärker brachte der aufgerückte Marcel Damerius drei Minuten nach dem Seitenwechsel seine Farben wieder mit zwei Toren in Front. Wie sich zeigen sollte, gewannen die Schwarz-Gelben danach wieder die Oberhand und weitere Möglichkeiten wurden zum Teil leichtfertig vergeben. Es lag in dieser Phase eher ein vierter denn ein SC-Treffer in der Luft. Dennoch fiel dieser völlig überraschend in der 58. Minute durch Matthias von Einem, der einen Konter unhaltbar für Spartas Keeper abschloss. Die Partie nahm erneut eine Wende zu Gunsten der Gastgeber, deren Coach Michael Gaus erleben musste, wie seine Angreifer ein ums andere Mal am famos reagierenden Tobias Lissner scheiterten. Kuriosum am Rande: Der Unparteiische Harald Städler zog sich einen Muskelfaserriss zu und musste nach 70 Minuten seinem Assistenten die Pfeife überlassen.
Am Sonntag erwartet Sparta am Silbersee um 15 Uhr den SV Wacker Osterwald, der sich für die Rückrunde im Abstiegskampf gut verstärkt hat. Im Hinspiel gab es beim 6:5 für die Schwarz-Gelben Tore satt.

Sparta: Tobias Lissner, Jeffrey Stock (65. Minute Phil Stolte), Tobias Sauermilch, Marcel Damerius, Dietmar Modjesch, Andrew Asare, Frederick Krell, Dennis Schweer, Alexander Steinpreis (88. Minute Matthias Roos), Arda Evrem, Björn Krüger.