Tore schießen fällt nicht leicht

Mit einem Sieg weiter dranbleiben

(rt). Auch wenn der Trend eindeutig nach unten geht, zeigt der SC Langenhagen in der Oberliga weiterhin starke Auftritte, ist im Moment jedoch nicht gerade vom Glück verfolgt. Nach den beiden Unentschieden gegen Mannschaften aus dem unteren Dritteln war der Spitzenreiter aus Goslar zu Gast im heimischen Walter-Bettges-Stadion. Eine kompakte Einheit mit Akteuren, die größtenteils schon höherklassig gespielt haben, hatte ihre liebe Mühe mit einer bewundernswert kämpfenden Heimmannschaft. So sahen die zahlreichen Zuschauer bei frühlingshaften Temperaturen eine intensive Begegnung in der die größere Klasse im Offensivbereich den Ausschlag gab. Auf der einen Seite der sehr umtriebige Muhamed Alawie, den die Defensive des SCL nur schwer kontrollieren konnte, auf der anderen Seite mehrere Spieler die den Ausfall des einzigen Stürmers Caglayan Tunc zu kompensieren versuchten. Torben Deppe, von Natur aus ein Mittelfeldspieler, zeigte seine Qualitäten immer dann, wenn er im Tempo auf die Abwehr der Gäste zulaufen konnte. So prüfte er nach schönem Dribbling Torhüter Nico Lauenstein mit einem strammen Fernschuss. Oder der starke Björn Lambach, der mit seiner Willenskraft den Foulelfmeter zum möglichen Ausgleich provozierte. Aber auch hierbei fehlte die Kaltschnäuzigkeit, wie später bei einem satten Pfostenschuss vom flinken Matthias Braczkowski das Pech dazukam. Alawie versuchte es hingegen unentwegt, was ihn später mit zwei Toren zum Matchwinner werden ließ. Es krankt beim SCL eindeutig im Abschluss. Vier Treffer aus sieben Spielen sind hierfür ein sicherer Beleg. Wenn am heutigen Sonnabend um 15 Uhr im Stadion Wilschenbruch der Lüneburger SK Hansa als Gegner bereit steht, geht es für die Langenhagener darum, mit einem Erfolg den Kontakt zu den Spitzenplätzen zu halten. Goslar und Cloppenburg sind mittlerweile enteilt, Oldenburg sollte aufgrund der Vielzahl der Heimspiele auch gute Chancen auf den Aufstieg haben. Bleiben nur Osnabrück und Rehden, von denen ein Verein eingeholt werden muss, soll der Aufstiegstraum weitergehen. Doch auch die Lüneburger machen sich mit ihrem neuen Trainer Mut. „Wir wollen mutig nach vorn spielen und unsere Chancen nutzen“, gibt der neue Coach Thomas Oelkers die Marschroute vor. Für ihn ist es das fünfte Spiel als Nachfolger von Gerd Bruns. Gewinnen konnte er bisher noch nicht. Dies soll auch so bleiben, damit der Trend beim SCL wieder nach oben zeigt.