TSG-Nixen nutzen Heimvorteil

Bei Kreiskurzbahnmeisterschaften in Godshorn springen 15 Medaillen heraus

Das Team der TSG Nord-West Langenhagen hat bei den Kreiskurzbahnmeisterschaften im Schwimmbad Godshorn seinen Heimvorteil genutzt und bemerkenswerte 15 Medaillen eingeheimst. Dabei sammelte das Septett an seiner gewohnten Trainingsstätte zur Freude ihrer Trainerin Alexandra Härtwig dreimal Gold, fünfmal Silber und siebenmal Bronze. „Dazu haben die Mädchen bei 30 Starts insgesamt 24 persönliche Bestleistungen geschwommen und einige neue Pflichtzeiten für die Bezirks- und Landesmeisterschaften geschafft“, fügte Härtwig sichtlich zufrieden hinzu. Einzig nach dem Rennen über 100 Meter Freistil gab es lange Gesichter – zumindest bei denen, die kurz zuvor bereits die 50 Meter Schmetterling hatten wegstecken müssen. „Da hatten die Mädels schwere Beine“, sagte die TSG-Trainerin mit Blick auf Platz 3 wegen ihrer nicht optimalen Zeiten leicht schmollende „Nixen“ schmunzelnd.
Den Vogel schoss diesmal Hannah Bock ab: Die Zehnjährige sicherte sich in 41,08 Sekunden über 50 Meter Brust nicht nur den Kreismeistertitel, sondern katapultierte sich mit dieser um mehr als drei Sekunden optimierten neuen Bestmarke zudem an die Spitze der Bestenliste des Deutschen Schwimmverbands (DSV) in ihrem Jahrgang (2002).
Dass sie zuvor beim 50-Meter-Freistil-Rennen fast den Start verpasst hätte, weil sie gemütlich und entspannt mit Kampfrichterin Friederike Riemer plauschte, während die Konkurrenz schon auf den Startblöcken wartete, darf als amüsante Randnotiz gewertet werden. Denn Hannah verlor in der Hektik beim Startsprung zwar ihre Schwimmbrille, aber nicht Überblick und Kampfgeist. Die anschließenden Tränen über das vermeintliche verpatzte Rennen wichen schnell eher positiveren Gefühlen: Denn unterm Strich stand eine Bronzemedaille.
Am fleißigsten Edelmetall hamsterte Victoria Härtwig (2002): Sie gewann über 100 Meter Rücken, holte Silber über 50 Meter Freistil, 50 Meter Rücken und 100 Meter lagen und ließ noch zwei dritte Plätze über 100 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling folgen. Dabei sprangen drei Bestmarken heraus.
Hannah Bock erwies sich wieder einmal als Brustexpertin und war nach den 50 Metern auch über 100 Meter nicht zu schlagen. Dazu kam nach Bronze über 50 Meter Freistil auch Rang 3 über 100 Meter Lagen. Bei sechs Starts verbuchte sie fünf neue Bestleistungen. „Über 50 Meter Schmetterling hat sie sich um acht Sekunden verbessert“, lobte Trainerin Härtwig.
Lara Vujevic (2000) verbesserte in jedem ihrer sechs Rennen ihre bisherige Topzeit und erkämpfte Silber über 50 Meter Brust sowie zweimal Rang 3 über 100 Meter Brust und 50 Meter Schmetterling. „Bronze über 50 Meter Schmetterling – das war richtig stark“, freute sich Alexandra Härtwig. „Und mit ihren Brust-Zeiten hat sie sich für die Landeskurzbahnmeisterschaften qualifiziert.“
Auch Wietje Riemer (2001) durfte jubeln – und zwar nicht nur über vier Bestzeiten: Bei ihrer Wettkampfpremiere über 100 Meter Schmetterling holte sie sich die Bronzemedaille, und über 50 Meter Rücken gewann sie sogar Silber.
Gloria Bartons fünfter Rang über 50 Meter Schmetterling und insgesamt drei neue Bestzeiten konnten sich ebenfalls sehen lassen. Auch Denise Hettwer (2002) stellte zwei neue Rekorde: Vor allem die um zehn (!) Sekunden verbesserte Zeit über 100 Meter Freistil, die ihr den siebten Platz einbrachte, ließ aufhorchen.
Merle Langanki (2002) schließlich startete über 50 Meter Brust, schwamm zwei Sekunden schneller als bisher und landete auf Rang 15.
Gloria Barton, Hannah Bock, Denise Hettwer, Victoria Härtwig, Wietje Riemer und Lara Vujevic lösten mit ihren Leistungen die Tickets für die Bezirksmeisterschaften am 6. und 7. Oktober in Hannover. Bock, Härtwig, Riemer und Vujevic fahren darüber hinaus auch zu den Landestitelkämpfen in Goslar.