TSV KK besiegt die nächsten Unbesiegten

2:0 in Hemmingen – Krähen für das Derby gerüstet

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat es wieder getan. Die Mannschaft aus der Fußball-Landesliga hatte eine Woche zuvor dem TuS Sulingen die erste Niederlage der Saison zugefügt. Eine Woche später legten die Krähen nach. Beim SC Hemmingen-Westerfeld, der bis dato ebenfalls unbesiegt geblieben war – saisonübergreifend sogar seit neun Partien und vier Monaten - brachen die Rot-Blauen eine weitere Serie. Mit 2:0 setzte sich das Team vom Waldsee durch.
Dabei war dem TSV KK durchaus bewusst, mit welch starkem Gegner er sich zu messen
hatte. Der SC Hemmingen-Westerfeld ist in der vorigen Spielzeit Vizemeister geworden
und hatte bis zum Schluss um den Aufstieg in die Oberliga mitgespielt. Und die Krähen
hatten mit 1:5 und 1:4 zweimal deutlich das Nachsehen.
Doch diesmal nahm KK den Schwung aus dem Sulingen-Spiel mit und bot dem Kontra-
henten einen großen Kampf. Schon in der ersten Viertelstunde lag die Führung für die
Gastmannschaft in der Luft. Marcel Kunstmann und Patrick Schuder konnten die sich
ihnen bietenden Chancen jedoch noch nicht nutzen. Schuder hatte bis dahin stets in der
Abwehr gespielt. Diesmal stellte Trainer Pascal Preuß ihn in den Angriff, was dem Spiel
der Krähen sichtlich gut tat. In der Folge kamen die Hemminger besser ins Spiel, ohne sich jedoch eine brandgefährliche Torgelegenheit zu erarbeiten. Dafür kam der TSV KK dem Führungstreffer in der 35. Minute umso näher. Ein gut getretener Freistoß von Halil
Aydemir wurde von SC-Keeper Armin Trvtkovic stark aus dem Winkel gefischt. Kurz
vor dem Seitenwechsel kam Hektik auf. Hemmingens Fabian Klein sah zunächst wegen
eines Foulspiels die gelbe Karte. Als er sich kurz darauf lautstark beim Schiedsrichter
beschwerte, schickte dieser ihn mittels Gelb-Rot in die Kabine. Somit waren die Krähen nun im Vorteil. Vor ihnen lag eine Halbzeit in personeller Überzahl. Doch die zweite Halbzeit wurde zunächst von Hemmingen dominiert. Obwohl dem Team ein Akteur fehlte, kamen es nun zu einigen vielversprechenden Angriffen. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Platzverweis neue Kräfte freigesetzt hatte. Mit schnell vorgetragenen Kontern kam der SC Hemmingen-Westerfeld dem Tor von KK-Keeper Andre Pigors gefährlich nahe. Torben Senft scheiterte knapp, danach blockte Daniel Mücke einen Torschuss im letzten Moment ab. Schließlich fand der Ball tatsächlich den Weg ins KK-Tor – dieses jedoch aus einer Abseitsposition. Es spricht für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, dass er sich aus dieser Phase befreien konnte und zurück ins Spiel fand. Mit einem guten Distanzschuss brachte Kevin Malarowski die Krähen auf der anderen Seite wieder in Erinnerung. Nach weiteren Chancen für Halil Aydemir und Felipe-Marcel Böttcher schwenkte die Partie Vizemeister kontra Pokalsieger schließlich in Richtung des Pokalsiegers. Wieder einmal war es Torjäger Marcel Kunstmann, der den Boden für den Sieg bereitete. Nach einem Pfosten-Abpraller war der Angreifer zur Stelle, um das 0:1 zu erzielen. Es dauerte nicht lange, dann ließ Kunstmann dem Führungstreffer ein weiteres Tor folgen. Nach einer Traumflanke von Louis Trollmann von der rechten Seite brachte Kunstmann den Ball zum 0:2 über die Linie. Mit seinem genialen Pass hatte Trollmann damit bereits das achte Saisontor von Kunstmann im achten Spiel eingeleitet. In der Nachspielzeit hätte sich beinahe auch Andreas Bart in die Torschützenliste einer am Ende völlig zu Recht siegreichen Krähenwinkeler Mannschaft eingetragen. Ein starker Auftritt der Krähen, die trotz der zwischenzeitlichen Hemminger Dominanz
sowohl spielerisch als auch kämpferisch überzeugten. Und nun freuen sich alle
Fußballfreunde auf das große Langenhagener Derby. Am nächsten Sonnabend ist es so
weit. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide empfängt am Waldsee den TSV Godshorn.
Es gilt zu beachten, dass der ursprünglich für 14 Uhr eingeplante Anpfiff vorverlegt wurde.
Das Derby beginnt bereits um 13.30 Uhr. Die Krähen sind dafür bestens gerüstet.

Mannschaft: Pigors, Calò, Malarowski, Dosch, Schorler, T. Schmidt (ab 64.Trollmann),
Mücke, Aydemir (ab 90.Bart), Böttcher, Schuder, Kunstmann Trainer: Preuß
Tore: 81.0:1 Marcel Kunstmann, 85.0:2 Marcel Kunstmann
Gelb-Rot: 45.Fabian Klein (Hemmingen-W.)